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VfB Stuttgart auf Einkaufstour: Wohin mit den Gomez-Millionen?

Stuttgart. Die Taschen voller Geld plant der VfB Stuttgart die Zeit nach Mario Gomez, doch bei seiner Einkaufstour durch Europa will sich der schwäbische Fußball-Bundesligist nicht hetzen lassen. "Der Markt ist im Augenblick völlig überhitzt", verriet VfB-Manager Horst Heldt (Foto: dpa)

Stuttgart. Die Taschen voller Geld plant der VfB Stuttgart die Zeit nach Mario Gomez, doch bei seiner Einkaufstour durch Europa will sich der schwäbische Fußball-Bundesligist nicht hetzen lassen. "Der Markt ist im Augenblick völlig überhitzt", verriet VfB-Manager Horst Heldt (Foto: dpa). Mehr als 30 Millionen Euro spült allein der Rekord-Transfer von Top-Torjäger Gomez nach München in die Kriegskasse des Vereins. Gelingt die Champions-League-Qualifikation, könnte das Investitionskapital der Stuttgarter sogar auf knapp 50 Millionen Euro anwachsen. "Wichtig ist es, jetzt Ruhe zu bewahren", warnte Heldt, der den Geldsegen nicht leichtsinnig verjubeln will. Doch längst umschwirren Spielerberater und Spekulanten den Bundesliga-Dritten wie Motten das Licht. "Jeden Tag werden neue Namen mit dem VfB in Verbindung gebracht", stellte Heldt fest. Patrick Helmes, Demba Ba, Andrej Woronin und Vagner Love, Alexander Hleb, Tranquillo Barnetta und Pjotr Trochowski - die Zahl der angeblichen Kandidaten auf dem Stuttgarter Wunschzettel wächst stetig. "Wir haben unsere Vorstellungen und die werden wir in den kommenden Wochen umsetzen", nannte Heldt seine Marschroute.Fast stündlich trudeln neue Wasserstandsmeldungen vom Transfermarkt ein. Im Fall Demba Ba, der von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp für unverkäuflich erklärt wurde, ging laut Fachmagazin "kicker" Berater Karim Aklil in die Offensive und forcierte per Abschiedsbrief an 1899 den Wechsel des 24-Jährigen nach Stuttgart. "Ich bin überzeugt, dass mich dieser Schritt in meiner Entwicklung voranbringen wird", habe der Senegalese in dem Schreiben verkündet. Wohin die Tendenz bei der Stürmersuche geht, will Heldt aber nicht verraten. "Wir brauchen einen Mann, der in unser Anforderungsprofil passt. Nicht nur sportlich, sondern als Typ", erklärte der 39-Jährige. dpa