| 22:10 Uhr

Versöhnlicher Abschied für Pastorek

Als EHCZ-Spielertrainer Radovan Pastorek (2. von rechts) das 5:0 erzielt hatte, wurde er von seinen Mannschaftskameraden auf dem Eis beglückwünscht. Foto: Wille
Als EHCZ-Spielertrainer Radovan Pastorek (2. von rechts) das 5:0 erzielt hatte, wurde er von seinen Mannschaftskameraden auf dem Eis beglückwünscht. Foto: Wille
Zweibrücken. "Die Mannschaft war vor dem Abstiegsspiel gegen den ESC Bad Liebenzell schon etwas geknickt", erklärte der sportliche Leiter des Eishockey-Clubs Zweibrücken (EHCZ), Hansgeorg Hähn Von Merkur-Redakteur Werner Kipper

Zweibrücken. "Die Mannschaft war vor dem Abstiegsspiel gegen den ESC Bad Liebenzell schon etwas geknickt", erklärte der sportliche Leiter des Eishockey-Clubs Zweibrücken (EHCZ), Hansgeorg Hähn. Dabei spielte er auf die unglückliche 5:7-Niederlage im Endspiel um den Rheinland-Pfalz-Pokal am Freitagabend an, als die Mannschaft von Spielertrainer Radovan Pastorek vom Schiedsrichter benachteiligt worden war. Ein klarer Treffer zur 5:2-Führung war nicht anerkannt worden (wir berichteten). Danach drehten die Neuwieder die Partie.Versöhnlich stimmte aber die rund 400 Zuschauer und die Zweibrücker Mannschaft, dass sie sich mit einem nie gefährdeten 11:1 (3:0/2:0/7:1)-Sieg endgültig den Klassenverbleib in der Regionalliga Südwest gesichert hatten, nachdem der EHCZ bereits das Hinspiel der Abstiegsrunde gegen das Schlusslicht Bad Liebenzell mit 10:3 gewonnen hatte.

Gleichzeitig bereiteten die Spieler ihrem Trainer mit dem klaren Sieg ein schönes Abschiedsgeschenk. Denn der 34-jährige Slowake Pastorek legte mit der Partie gegen Liebenzell nach drei Runden sein Traineramt nieder und fungiert künftig nur noch als Spieler. Pastorek wurde von Hähn mit einem Gutschein für ein gemeinsames Abendessen mit seiner Frau verabschiedet.

Die Würfel für die Nachfolge sind auch bereits gefallen, wie gestern Vormittag Hansgeorg Hähn auf Merkur-Nachfrage erklärte. Nachfolger von Pastorek wird sein Landsmann Miroslav Bielik. Der 29-jährige Torhüter, der bereits seit geraumer Zeit nach Vermittlung Pastoreks in Zweibrücken mittrainiert hat, wird allerdings nur als Trainer tätig sein. "Da nur zwei Ausländer eingesetzt werden können, fällt Bielik dem Kontingent zum Opfer", betonte Hähn. Schließlich hätten die Zweibrücker mit Miroslav Hantak, Tomas Vodicka, der gegen Liebenzell wegen seiner Rückenprobleme fehlte, und Lukas Srnka bereits drei Slowaken unter Vertrag. "Gleichzeitig haben wir mit Steven Teucke einen ausgezeichneten Torhüter, sodass hier kein akuter Bedarf besteht", betonte der sportliche Leiter. Nun gehen die Zweibrücker Eishockey-Cracks in ihre verdiente Pause, und die Eismaschinen wurden bereits am Sonntagabend abgestellt. "Der Eishallenbetreiber hat uns versprochen, dass wir bereits ab dem 1. Juli wieder auf Eis trainieren können. Das wäre eine Supersache zu den Vorjahren", erklärte Hähn. "Ab 1. Juli können wir wieder auf dem Eis trainieren."



Hansgeorg Hähn,

sportlicher Leiter des EHCZ

Auf einen Blick

Spielfilm: 1:0 Hähn (7.). 2:0 Srnka (11.), 3:0 Machura (16.), 4:0 Homberg (24.), 5:0 Pastorek (35.), 5:1 Zakoutsky (42.), 6:1 Hantak (46.) 7:1 Beetz (50.), 8:1 Nunold (52.), 9:1 Hantak (53.), 10:1 Brüstle (56.), 11:1 Hantak (57.). red