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Verschiebung der Olympischen Spiele 2020
Die Verschiebung ist ein selbstverständlicher Akt

 Mark Weishaupt
Mark Weishaupt FOTO: SZ / Robby Lorenz
Kaum vermeldeten die Nachrichten-Agenturen am Dienstag die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio, überschlugen sich die Kommentatoren. „Historisch‘“, „eine Zäsur im Weltsport“ – kaum ein Superlativ wurde da ausgelassen.

Die Absage sollte aber als das eingeordnet werden, was sie nach den Ereignissen der letzten Wochen ist – ein selbstverständlicher Akt in Zeiten einer Krise, die größer ist als jedes Sportereignis.

Wenn aufgrund der Corona-Pandemie weltweit das Leben auf ein ziemlich schmales Maß heruntergefahren wird, gehört da eben das größte Einzelsportereignis der Welt dazu. Fußball-EM, Formel 1 und auch die Tour de France müssen zurücktreten. Und ja – auch letztere muss nun Nägel mit Köpfen machen. Eine „Geister-Rundfahrt“ durch Frankreich ist weder vermittelbar noch ernsthaft zu organisieren, will man der aktuellen Situation Rechnung tragen.