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Ujfalusi-Foul an Messi empört Spanien

Madrid. Es hätte nicht viel gefehlt, und die Fußball-Welt hätte monatelang ohne die Künste des Lionel Messi auskommen müssen. Der Argentinier wurde beim 2:1-Sieg seines Clubs FC Barcelona bei Atletico Madrid von Tomas Ujfalusi so brutal umgetreten, dass den TV-Zuschauern in ganz Spanien vor Schreck der Atem stockte

Madrid. Es hätte nicht viel gefehlt, und die Fußball-Welt hätte monatelang ohne die Künste des Lionel Messi auskommen müssen. Der Argentinier wurde beim 2:1-Sieg seines Clubs FC Barcelona bei Atletico Madrid von Tomas Ujfalusi so brutal umgetreten, dass den TV-Zuschauern in ganz Spanien vor Schreck der Atem stockte. Der frühere HSV-Profi hatte dem besten Fußballer der Welt seine Stollen mit solcher Wucht gegen den rechten Knöchel gerammt, dass das Fußgelenk komplett umknickte. Messi wurde weinend auf einer Trage vom Platz gebracht. Der lädierte Knöchel war dick angeschwollen. Auf Krücken verließ der Dribbelkünstler das Madrider Calderon-Stadion. Am Montag gaben die Barca-Mannschaftsärzte Entwarnung: Messi hat sich keinen Knochenbruch zugezogen. Der Weltfußballer des Jahres 2009 habe eine Bänderdehnung erlitten und müsse zwei Wochen pausieren. Die Bilder von dem brutalen Foul des Atletico-Verteidigers und dem lädierten Fußgelenk des Torjägers lösten in Spanien eine Welle der Empörung aus. Die Presse stellte den Tschechen Ujfalusi, der für seine Attacke die Rote Karte erhielt, als "Treter" an den Pranger. "Das war ein Angriff auf die Kunst des schönen Fußballs", empörte sich das Fachblatt "Sport". Das Konkurrenzblatt "El Mundo Deportivo" bezeichnete das Foul als "schlichtweg kriminell", und die Zeitung "El Periodico" meinte: "Messi wurde gejagt und erlegt." Ujfalusi bat öffentlich um Entschuldigung. "Es tut mir leid, ich wollte Messi nicht verletzen", sagte der Abwehrspieler mit der Rockermähne, der von 2000 bis 2004 für den Hamburger SV gespielt hatte. dpa