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Uefa entscheidet im März über zentrale Vermarktung

Düsseldorf. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) will mit einer zentralen Vermarktung der Fernsehrechte für Spiele der Nationalmannschaften die Erlöse steigern. Beschlossen werden soll die Zentralvermarktung der Qualifikationsspiele für Welt- und Europameisterschaften am 22. und 23. März bei einem Kongress in Paris

Düsseldorf. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) will mit einer zentralen Vermarktung der Fernsehrechte für Spiele der Nationalmannschaften die Erlöse steigern. Beschlossen werden soll die Zentralvermarktung der Qualifikationsspiele für Welt- und Europameisterschaften am 22. und 23. März bei einem Kongress in Paris. Ziel der Uefa ist, durch die zentrale Vermarktung mehr Geld für die Medienrechte an den Nationalmannschaften der 53 Mitgliedsverbände zu erzielen."Es wird Vorteile für alle haben, wenn alle gemeinsam den Weg gehen", sagte David Taylor, Geschäftsführer der Uefa-Vermarktungstochter "Events SA". Bisher hätten mehr als 40 Uefa-Mitgliedsverbände dem Modell zugestimmt: "Das Paket für die Rechte an den Qualifikationsspielen hat einen enormen Wert." Die Europäische Fußball-Union hat bis zu eine Milliarde Euro für ein Vierjahresprogramm prognostiziert.

Freundschaftsspiele kann nach dem Uefa-Plan jeder nationale Verband weiterhin allein vermarkten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will diesem Vorhaben zustimmen. Dass durch die Zentralvermarktung der Qualifikationspartien, die mit der Ausscheidung zur EM 2016 in Frankreich beginnen und jeweils für einen Vierjahreszyklus gelten soll, die Testspiele an Wert verlieren könnten, erwartet der DFB nicht.

Vom Tisch ist beim europäischen Fußball-Dachverband hingegen, dass auch die Sponsoringrechte zentral vermarktet werden. "Das ist endgültig passé", bestätigte Taylor gestern bei einer Tagung in Düsseldorf. dpa