| 22:08 Uhr

Tour de France: Sagan zum Dritten, Greipel stürzt, Schleck verliert Zeit

Metz. Nach zwei schmerzhaften Stürzen hatte Andre Greipel den Sprint schon abgehakt - doch eine Standpauke seiner Teamkollegen ließ den verletzten Rostocker dann doch auf die Zähne beißen. Dank einer famosen Energieleistung hatte Greipel gar den Etappen-Hattrick vor Augen, ehe er von Peter Sagan knapp bezwungen wurde

Metz. Nach zwei schmerzhaften Stürzen hatte Andre Greipel den Sprint schon abgehakt - doch eine Standpauke seiner Teamkollegen ließ den verletzten Rostocker dann doch auf die Zähne beißen. Dank einer famosen Energieleistung hatte Greipel gar den Etappen-Hattrick vor Augen, ehe er von Peter Sagan knapp bezwungen wurde. Der slowakische Radprofi konnte am Freitag zum dritten Mal bei dieser Tour de France jubeln. Nach 207,5 Kilometern verwies er Greipel und Matthew Goss auf die Plätze.Die Mit-Favoriten Frank Schleck und Alejandro Valverde fielen auf der Chaos-Etappe durch Stürze weit zurück und rangieren nun jeweils rund zweieinhalb Minuten hinter dem ersten Anwärter auf das Gelbe Trikot in Paris, Bradley Wiggins.

"Wir hoffen, dass Andre weiterfahren kann", sagte Teammanager Marc Sergent. Greipel war zweimal auf die vor einiger Zeit operierte Schulter gestürzt und hatte sich dabei das Gelenk ausgekugelt. Deshalb konnte er im finalen Spurt nicht optimal am Lenker ziehen. "Die letzten 30 Kilometer haben Greg Henderson und ich Marcel überredet, doch zu sprinten", erzählte sein Zimmernachbar Marcel Sieberg. "Ich habe gesagt: Wenn du den Lenker festhalten kannst, dann kannst du auch spurten! Er hätte es fast geschafft."

An der Spitze der Gesamtwertung blieb alles beim Alten. Der Schweizer Fabian Cancellara liegt sieben Sekunden vor dem Briten Bradley Wiggins. Am Samstag dürften die Sprintfestspiele beendet sein. Am Ende der 199 Kilometer langen Etappe von Tomblaine nach La Planche des Belles Filles wartet ein 5,9 Kilometer langer Schlussanstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,5 Prozent. dapd