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Tour de France ist kein Quotenbringer bei ARD und ZDF

Köln. Die eingeschränkte Berichterstattung von ARD und ZDF über die Tour de France verfolgen zwischen 800 000 und einer Million Zuschauer. Das ergab die Auswertung der Einschaltquoten nach der ersten Woche der Frankreich-Rundfahrt. Die Marktanteile sind aber enttäuschend und übertreffen nur in Ausnahmefällen die Zehn-Prozent-Marke

Köln. Die eingeschränkte Berichterstattung von ARD und ZDF über die Tour de France verfolgen zwischen 800 000 und einer Million Zuschauer. Das ergab die Auswertung der Einschaltquoten nach der ersten Woche der Frankreich-Rundfahrt. Die Marktanteile sind aber enttäuschend und übertreffen nur in Ausnahmefällen die Zehn-Prozent-Marke. Im Vorjahr schauten sich mehr Fans die Tour-Etappen auf ARD und ZDF an.Eurosport hingegen "hat seine Quoten fast verdoppelt, in Einzelfällen hat der Sender sie sogar verdreifacht", erklärte gestern Hartmut Zastrow, Vorstand des Beratungsunternehmens Sport+Markt. Zwischen einer halben Million Radsportfans in der Woche und mehr als 700 000 Zuschauer am Wochenende haben ungeachtet der permanenten Dopingdiskussion die Eurosport-Übertragungen verfolgt. Zastrow glaubt, dass die Fangemeinde auf dem heutigen Niveau bleiben wird. "Die Talsohle ist erreicht. Wer jetzt noch Anhänger dieser Sportart ist, den interessiert die Dopingdebatte nicht", meint der Kölner Sponsoringexperte. Auch die von Lance Armstrong, der auch im kommenden Jahr bei der Tour dabei sein möchte, werde keinen neuen Boom auslösen: "Das trägt aber insgesamt nicht dazu bei, dass der Radsport glaubwürdiger wird." Nach dem Ruhetag gestern geht es heute für das Peloton wieder aufs Rad. Die 194,5 Kilometer lange zehnte Etappe von Limoges nach Issoudun bietet ein ständiges Auf und Ab und ähnelt dem Profil eines schweren Klassikers. Fahrer wie der deutsche Ex-Meister Fabian Wegmann vom Milram-Team rechnen sich Chancen auf einen Tagessieg aus. dpa