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Tour de France: Cavendish sprintet wieder schneller als der Rest

Chateauroux. Mark Cavendish hat die siebte Etappe der Tour de France gewonnen. Der Brite setzte sich am Freitag auf dem Teilstück von Le Mans nach Chateauroux zum zweiten Mal bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt durch

Chateauroux. Mark Cavendish hat die siebte Etappe der Tour de France gewonnen. Der Brite setzte sich am Freitag auf dem Teilstück von Le Mans nach Chateauroux zum zweiten Mal bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt durch. Nach 218 Kilometern verwies der Radprofi vom Team HTC-Highroad im Massensprint Alessandro Petacchi aus Italien vom Lampre-Rennstall und den gebürtigen Rostocker André Greipel (Omega) auf die Plätze.Greipel stand kurz vor dem großen Coup, als er wenige Meter vor dem Ziel in Front sprintete. Aber Cavendish gelang der Konter und verdiente den Etappensieg des Deutschen. "Wenn man gewinnen will, muss man etwas riskieren", meinte der völlig erschöpfte Greipel, der den Sprint früh angezogen hatte. "Vielleicht ein bisschen zu früh", räumte er ein.

Das Gelbe Trikot verteidigte der Norweger Thor Hushovd (Garmin Cervelo), der weiter eine Sekunde vor Cadel Evans aus Australien (BMC) führt. Bester Deutscher im Gesamtklassement bleibt Andreas Klöden (Radio-Shack) als Fünfter mit zehn Sekunden Rückstand.

Das letzte Teilstück vor den Bergetappen wurde der britischen Hoffnung Bradley Wiggins (Foto: dpa) zum Verhängnis. Der britische Meister kam 36 Kilometer vor dem Ziel in einem Massensturz zu Fall und wurde mit Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Bei dem Sturz kamen auch Christopher Horner vom Team Radio-Shack sowie der Kölner Gerald Ciolek zu Fall. Bereits 124 Kilometer vor dem Ziel war Cioleks Quick-Step-Kapitän Tom Boonen vom Rad gestiegen. Der Belgier litt unter den am vergangenen Mittwoch bei einem Sturz erlittenen Verletzungen an der rechten Schulter und musste die Tour de France wie bei seiner bisher letzten Teilnahme im Jahr 2009 vorzeitig beenden. dpa



Radprofi Juan Mauricio Soler hat bei seinem schweren Sturz bei der Tour de Suisse offenbar Hirnschäden erlitten. Der Sprecher des Kantons-Krankenhauses in St. Gallen, Philipp Lutz, sagte, Soler zeige Zeichen von "ernsthaften kognitiven Defiziten". Der 28-Jährige könne zwar alle Gliedmaßen bewegen, sei aber nicht in der Lage, zu sprechen. Soler war vor wenigen Tagen aus dem künstlichen Koma aufgeweckt worden, in dem er drei Wochen nach seinem Sturz Mitte Juni gelegen hatte. Der Kolumbianer hatte sich unter anderem einen Schädelbruch zugezogen.