| 21:20 Uhr

Handball-WM in Japan
Eckerle lässt Handballerinnen träumen

 Torhüterin Dinah Eckerle zeigte in den ersten WM-Spielen in Japan eine Topleistung.
Torhüterin Dinah Eckerle zeigte in den ersten WM-Spielen in Japan eine Topleistung. FOTO: dpa / Marco Wolf
Kumamoto. Die Torfrau aus Bietigheim präsentiert sich beim WM-Start in Topform. Jetzt kommen die stärksten Gegner. sid

(sid) Dinah Eckerle weiß schon gar nicht mehr, wie viele Tattoos ihren Körper zieren. Doch die Olympischen Ringe oder den WM-Pokal könnte sie wohl noch unterbringen. „Auf dem Rücken ist noch Platz“, sagt Eckerle und lacht.

Die Torfrau der deutschen Handball-Frauen, vom Boulevard nach ihrem famosen Turnierstart wegen des auffallenden Körperschmucks schon „Tattoo-Dinah“ getauft, sorgt bei der WM momentan aber nicht bloß wegen ihrer vielen Haut-Verzierungen für Aufsehen. Eckerle gilt in der Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener als Schlüsselspielerin. Im wegweisenden Vorrunden-Doppelpack gegen den dreimaligen Olympiasieger Dänemark an diesem Dienstag (12.30 Uhr/sportdeutschland.tv) und Titelverteidiger Frankreich am Mittwoch (11 Uhr) will sie mit ihrem Team die Weichen in Richtung Hauptrunde stellen. „Unser Turnierstart war super, er gibt uns und mir Selbstvertrauen. Wir wollen diesen Schwung jetzt mitnehmen“, sagt Eckerle.

Die momentane Führungs-Position in Gruppe B will die 24-Jährige von Meister Bietigheim, wo sie Teamkollegin der Zweibrückerin Amelie Berger ist, aber nicht überbewerten: „Unsere Gruppe spielt verrückt. Wir wollen weiter Punkte sammeln.“ Punkte für die nächste Runde – und vor allem Punkte für den Traum von Olympia, für den das DHB-Team unter den Top sieben landen muss, nur dann ist es bei einem Qualifikations-Turnier für Tokio dabei.



Eckerle ist seit dem Rücktritt von Ikone Clara Woltering nach der Heim-WM vor zwei Jahren die Nummer eins im deutschen Tor. Die geringe Körpergröße von 1,70 Meter macht sie durch ihr gutes Stellungsspiel und blitzschnelle Reflexe wett. Mit den 17 Paraden zum WM-Start gegen Brasilien hat Eckerle, die schon sieben Mal deutsche Meisterin wurde, eine erste WM-Kostprobe ihres Könnens gegeben.