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Tischtennis-WM: Ohne Boll backt Deutschland kleine Brötchen

Yokohama. Ohne die verletzte Medaillenhoffnung Timo Boll (Foto: dpa) müssen Deutschlands Tischtennis-Asse bei der Weltmeisterschaft in Japan kleinere Brötchen backen. In Yokohama, wo die deutschen Fußballer 2002 im Finale der Weltmeisterschaft standen, wäre ein Podestplatz für die vier Damen und fünf Herren eine Sensation. Bundestrainer Richard Prause versprach aber eine Trotzreaktion

Yokohama. Ohne die verletzte Medaillenhoffnung Timo Boll (Foto: dpa) müssen Deutschlands Tischtennis-Asse bei der Weltmeisterschaft in Japan kleinere Brötchen backen. In Yokohama, wo die deutschen Fußballer 2002 im Finale der Weltmeisterschaft standen, wäre ein Podestplatz für die vier Damen und fünf Herren eine Sensation. Bundestrainer Richard Prause versprach aber eine Trotzreaktion. "Wir sind motiviert bis in die Haarspitzen und haben schon im Vorjahr bei der Team-WM in China bewiesen, dass wir auch ohne Boll stark sind", sagte der Herren-Trainer vor Beginn des WM-Turniers, das von heute bis zum 5. Mai dauert."Momentan bin ich ziemlich gut drauf. Ich hoffe, dass ich meine Setzung unter den Top 16 erfüllen kann", sagte Dimitrij Ovtcharov. Die Nummer 17 der Weltrangliste ist nach der Absage seines Düsseldorfer Club-Kollegen Boll auf dem Papier der stärkste Spieler des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). In den vergangenen Monaten waren Ovtcharovs Leistungen starken Schwankungen unterworfen. Der EM-Dritte von 2007 muss bereits in seinem Auftaktspiel am Donnerstag gegen den gebürtigen Chinesen Kou Lei (Ukraine) auf der Hut sein. Ein möglicher Gegner von Dimitrij Ovtcharov in der Runde der letzten 32 wäre Ko Lai Chak aus Hongkong - auch kein leichter Gegner. Klare Favoriten sind erneut die Chinesen. Sie wollen zum dritten Mal nacheinander alle fünf Titel gewinnen. Seit 1999 in Eindhoven gingen 24 von 25 Goldmedaillen in das Reich der Mitte. Nur der Österreicher Werner Schlager konnte 2003 in Paris als Weltmeister in die Phalanx einbrechen. dpa