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Tischtennis-WM in Budapest
Boll setzt WM-Hoffnungen in „Franz“

Düsseldorf. Europameister Timo Boll reist mit Sorgen zur Tischtennis-WM nach Budapest (21. bis 28. April). „Zu den paar Wehwehchen, die immer wieder da sind, ist jetzt auch noch die Schulter hinzugekommen“, sagte der 38-Jährige beim Medientag des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB): „Das wirkt sich auf mein Spiel aus. sid

Ich kämpfe dagegen an, aber das sind keine Probleme, die mit einem Fingerschnippen verschwinden.“

Nicht nur wegen der ungewissen Verfassung des Weltranglistenfünften verzichtet die DTTB-Führung auf eine Medaillenvorgabe. „Natürlich wünschen wir uns eine Medaille, aber es gibt inzwischen 20 Spieler, die für einen Platz auf dem Podest infrage kommen können“, sagte Sportdirektor Richard Prause. Neben Boll gehören auch Europe-Top-16-Sieger Dimitrij Ovtcharov (Hameln) und der deutsche Vizemeister Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken) zu den Top 20 der Welt und damit zu den Fixstartern. „Franz“ steht mit seinem Team nach dem Sieg gegen Bolls Düsseldorfer im DM-Finale und im Endspiel des ETTU-Cups. Der Saarbrücker wirkt so stark wie vielleicht noch nie.

In einer internen Qualin sicherte sich WM-Debütant Dang Qiu (Grünwettersbach) einen weiteren Platz im Aufgebot von Bundestrainer Jörg Roßkopf. Im Doppel wird Boll mit Franziska an den Start gehen. „Da sehe ich die größte Chancen auf eine Medaille“, sagte die frühere Nummer eins der Welt.