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THW Kiel: Schwenker weist Vorwürfe zurück - Sanktionen nicht geplant

Kiel. Die Ausführungen der Staatsanwaltschaft enthielten "nichts Neues, keine Substanz, vage Vermutungen ohne Beweise", heißt es in einer Presseerklärung des Anwaltes von Uwe Schwenker (Fotos: dpa), Ex-Manager des Handball-Bundesligisten THW Kiel. Daher habe er nach der offiziellen Anklageerhebung alle Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen

Kiel. Die Ausführungen der Staatsanwaltschaft enthielten "nichts Neues, keine Substanz, vage Vermutungen ohne Beweise", heißt es in einer Presseerklärung des Anwaltes von Uwe Schwenker (Fotos: dpa), Ex-Manager des Handball-Bundesligisten THW Kiel. Daher habe er nach der offiziellen Anklageerhebung alle Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Schwenker und Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic wird hauptsächlich zur Last gelegt, im Zusammenhang mit dem Champions-League-Finalrückspiel 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt die polnischen Schiedsrichter mit einem fünfstelligen Geldbetrag durch einen kroatischen Mittelsmann bestochen zu haben. Schwenkers Anwalt Harald Riettiens sagte, für seinen Mandanten sei der Vorwurf, untreu gegenüber seinem THW Kiel gewesen zu sein, indem angeblich Geld für Bestechungen abgezwackt wurde, abwegig und persönlich verletzend. Über die Darlehen seien Gesellschafter vorher informiert und das Geld inzwischen zurückgezahlt worden. Jegliche Manipulationsvorwürfe bestreitet Schwenker. Aussagen von Personen aus dem Umfeld von Konkurrenz-Vereinen aus der Bundesliga zu dem Thema seien unglaubwürdig und eventuell dadurch motiviert, dem THW schaden zu wollen. Kiel will heute eine Pressekonferenz geben. "Wir wollen über den Stand der Dinge informieren sowie Rede und Antwort stehen", sagte Geschäftsführer Uli Derad. Mögliche Sanktionen seitens der Europäischen Handball-Föderation (EHF) muss der THW zunächst nicht befürchten. "Wenn alle Informationen auf dem Tisch liegen, werden wir die notwendigen Schlüsse ziehen", sagte EHF-Wettbewerbsmanager Markus Glaser. dpa