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THW-Affäre: Karabatic verteidigt Serdarusic - "Nur Blödsinn"

Kiel. In der Affäre um mögliche Spielmanipulationen durch Handball-Bundesligist THW Kiel hat die Staatsanwaltschaft nach Vernehmungen der Hauptbelastungszeugen eine Erklärung abgelehnt. "Wir sind mit Bewertungen sehr zurückhaltend, der Ausgang ist völlig offen", sagte Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer am Freitag

Kiel. In der Affäre um mögliche Spielmanipulationen durch Handball-Bundesligist THW Kiel hat die Staatsanwaltschaft nach Vernehmungen der Hauptbelastungszeugen eine Erklärung abgelehnt. "Wir sind mit Bewertungen sehr zurückhaltend, der Ausgang ist völlig offen", sagte Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer am Freitag. Er könne auch keine Prognose abgeben, wie lange noch ermittelt werde. "Wir werden dann eine Presse-Erklärung herausgeben." Keine Angaben machte Schulze-Ziffer, ob Kiels Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic schon vernommen worden ist. Der gebürtige Kroate mit deutschem Pass soll nach Angaben von Vertretern der Rhein-Neckar Löwen im Besitz von Beweisen für manipulierte Spiele in der Champions League sein. Serdarusic bestreitet Manipulationen. "Ich gehe davon aus, dass das alles nur Blödsinn ist", sagte Kiels Rückraumstar Nikola Karabatic der "Frankfurter Rundschau" (Freitag-Ausgabe). "Ich bin sehr traurig, dass Nokas Name so durch den Schmutz gezogen wird. Er ist der ernsthafteste Mensch, den ich bisher kennengelernt habe. Ich stehe hinter ihm", sagte der Weltmeister, der zunächst zusammen mit Serdarusic zu den Löwen wechseln wollte. dpa