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„The Special One“ bleibt ein heiß begehrter Trainer

Er ist derzeit das heißeste Spekulationsobjekt im europäischen Spitzenfußball. Auf welcher Trainerbank wird José Mourinho ab dem Sommer wohl Platz nehmen? Foto: Sergey Dolzhenko/dpa
Er ist derzeit das heißeste Spekulationsobjekt im europäischen Spitzenfußball. Auf welcher Trainerbank wird José Mourinho ab dem Sommer wohl Platz nehmen? Foto: Sergey Dolzhenko/dpa FOTO: Sergey Dolzhenko/dpa
Manchester. Der französische Meister Paris St. Germain soll Interesse an José Mourinho haben. So wie viele andere Top-Clubs auch. Der 53-Jährige Star-Trainer betont, er habe mit keinem Verein einen Vertrag. Er werde im Sommer aber einen Job haben. Wo das sein wird, darüber schweigt er sich noch aus. Agentur

Diesen Trainerjob im Old Trafford von Manchester United hat José Mourinho jetzt schon ganz sicher. Der 53 Jahre alte Portugiese wird bei einem Benefiz-Spiel der Unicef am 5. Juni ein englisches Team gegen eine Weltauswahl mit Leicester Citys Trainer Claudio Ranieri betreuen. "Es wird ein großartiges Gefühl für Claudio sein, mal wieder ein Spiel zu verlieren", meinte Mourinho in seiner ihm eigenen Art.

Die Partie könnte ein Heimspiel für Mourinho werden. Noch immer gilt Manchester United als wahrscheinlichster neuer Arbeitgeber für den exzentrischen Trainer, der sich einst selbst in aller Bescheidenheit den Spitznamen "The Special One" verpasste. Die spanische Zeitung "El Pais" hatte schon von einem Vorvertrag berichtet. Ohne Quellen zu nennen, hieß es, Mourinho solle alleine dafür rund 19,5 Millionen Euro bekommen, bis zum 1. Juni keinen Vertrag woanders zu unterschreiben. Vor knapp zwei Wochen betonte Mourinho aber im englischen Sender Sky Sports: "Ich werde immer mit Jobs in Verbindung gebracht. Und ich werde im Sommer einen Job haben. Aber im Moment kann ich versprechen, dass ich mit keinem Verein einen Vertrag habe."

Wer den hochdekorierten Trainer - unter anderem zweimal Champions-League-Sieger und einmal Uefa-Cup-Sieger - verpflichten will, wird jede Menge Geld brauchen und die Aussicht auf Fußball auf höchstem internationalen Niveau bieten müssen. So wie Paris St. Germain. Waren bislang mit dem FC Everton , dem FC Arsenal und Manchester United nur Clubs aus der finanzkräftigen Premier League stärker interessiert, gesellt sich Medienberichten zufolge auch PSG dazu. Der national konkurrenzlose Club könnte vor einem Umbruch stehen. Der Vertrag mit Trainer Laurent Blanc wurde im Februar vorzeitig um zwei Jahre bis 2018 verlängert. Er holte seit seinem Amtsantritt 2013 in den Jahren 2014, 2015 und 2016 mit PSG den Meistertitel. Das erneute vorzeitige Scheitern in der Champions League entspricht aber nicht den Ansprüchen des Hauptstadtclubs und dessen reichen arabischen Besitzern.



Einem weiteren Bericht von Sky Sports zufolge soll der PSG-Vorsitzende Nasser Al-Khelaifi unmittelbar nach dem Aus im Viertelfinale gegen Manchester City bei Mourinhos Berater vorgefühlt haben. Angeblich soll Mourinho, der im Dezember vom FC Chelsea entlassen worden war, PSG in Erwägung ziehen. Erst einmal will er nun die weitere Entwicklung bei United abwarten.