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Tennis: Roger Federer trifft in Paris auf Novak Djokovic

Paris. Es kommt selten vor, dass Roger Federer die Fassung verliert. Dass es doch passieren kann, erlebten die Zuschauer bei den French Open im Viertelfinale gegen den Argentinier Juan Martin del Potro

Paris. Es kommt selten vor, dass Roger Federer die Fassung verliert. Dass es doch passieren kann, erlebten die Zuschauer bei den French Open im Viertelfinale gegen den Argentinier Juan Martin del Potro. Federer stand kurz vor dem 0:2-Satzrückstand, als der Weltranglisten-Dritte einen Zuschauer, der sich während der Partie einmischte, auf Englisch mit einem "Shut up" anraunzte: "Halt die Klappe". Er zeigte dabei einen Angst einflößenden Gesichtsausdruck. Hinterher gab der 30-Jährige zu, dass es manchmal helfe, "wenn ich auf dem Platz wütend werde".Gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic heute im Halbfinale in Paris wird das nicht mehr reichen, da helfen nur exzellente Schläge. Auf dem "Centre Court" kommt es vor 15 000 Zuschauern zur Neuauflage des Halbfinales aus dem Vorjahr. Federer besiegte den Serben in vier Sätzen, beendete dessen Serie von 41 Spielen ohne Niederlage. Weil auch Djokovic am Limit spielte, entwickelte sich eine Partie von höchster Qualität, über die der 25-Jährige sagte: "Wir waren Teil eines unglaublichen Spiels." Viele der Beobachter erwarten wieder eine enge Partie. Nur einer legt sich fest. "Für mich ist Federer der Favorit", sagte der Spanier Toni Nadal. Vielleicht ist dies nur Taktik, weil er weiß, dass sein im Halbfinale gegen Landsmann David Ferrer spielender Neffe Rafael Nadal in Endspielen gegen Federer öfter gewonnen hat als gegen Djokovic. dapd

Sara Errani (Italien) hat erstmals das Finale der French Open erreicht. Sie besiegte gestern US-Open-Siegerin Samantha Stosur (Australien) mit 7:5, 1:6, 6:3. Final-Gegnerin ist die Russin Maria Scharapowa, die Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova aus Tschechien mit 6:3, 6:3 bezwang.