| 23:11 Uhr

„Tayfun hat das Feuer in den Augen“

 Hoffnungsträger: Tayfun Korkut soll auf dem Betzenberg eine neue Aufbruchstimmung erzeugen. Foto: Goldhahn/dpa
Hoffnungsträger: Tayfun Korkut soll auf dem Betzenberg eine neue Aufbruchstimmung erzeugen. Foto: Goldhahn/dpa FOTO: Goldhahn/dpa
Kaiserslautern. Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat gestern mit Tayfun Korkut seinen neuen Cheftrainer und Nachfolger des entlassenen Konrad Fünfstück präsentiert. Der Vorstand überschüttete ihn mit Lob. mire/dpa

Das Rätsel um den neuen Cheftrainer beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ist seit gestern gelüftet. Tayfun Korkut, bis April 2015 beim damaligen Bundesligisten Hannover 96 beschäftigt, unterschrieb bei den Pfälzern einen Vertrag bis 2018. Neuer Co-Trainer wird Xaver Zembrod, der Korkut bereits in Hannover an der Seitenlinie assistiert hatte.

"Wir haben einen Trainer gesucht, der Aufbruchstimmung erzeugen kann. Tayfun hat das Feuer in den Augen, um am Betzenberg wieder die Hölle zu entfachen. Er war unsere erste Wahl. Wir sind begeistert, dass wir ihn vom FCK überzeugen konnten", sagte FCK-Vorstand Thomas Gries.

Der 42-jährige Korkut erwiderte das Lob: "Ich habe das Gefühl, dass die Verantwortlichen hier wieder etwas Großes auf die Beine stellen wollen. Davon will ich ein Teil sein. Ich freue mich auf die Herausforderung." Konkrete Saisonziele vermied der gebürtige Stuttgarter aber: "Wir wollen besser abschneiden als vergangene Saison und die Leute bei den Heimspielen mit einer schlagkräftigen Truppe begeistern."



Von dieser schlagkräftigen Truppe ist der FCK momentan aber weit entfernt. Mit Chris Löwe, Jean Zimmer, Markus Karl, Ruben Jenssen und Torwart Marius Müller haben fünf Stammkräfte den Verein verlassen. Müller wechselt zum Erstligisten RB Leipzig, die Ablöse soll rund 1,7 Millionen Euro betragen. Für ihn kommt der ablösefreie André Weis (26) vom Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt . "Bis zum Ende der Transferperiode ist noch Zeit. Ich vertraue ganz auf die Arbeit unseres Sportdirektors Uwe Stöver", sagte Korkut.

Der Deutsch-Türke war als Spieler unter anderem für Espanyol Barcelona aktiv und bestritt 42 Länderspiele für die Türkei. Seit 2006 war Korkut zunächst Übungsleiter im Jugendbereich, bevor er 2012 Co-Trainer der türkischen Nationalmannschaft wurde. Im Dezember 2013 übernahm er den damaligen Erstligisten Hannover auf dem letzten Tabellenplatz, rettete den Verein vor dem Abstieg, wurde aber in der Folgesaison nach 13 sieglosen Spielen in Folge entlassen.

Bis zum Trainingsstart am 27. Juni soll noch am Kader gefeilt werden. Zwischen dem 9. und 16. Juli schlägt der FCK im österreichischen Zams sein Trainingslager auf. Höhepunkt der Vorbereitung ist das Stadionfest am 29. Juli mit dem Testspiel gegen den FC Metz .