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Svindal bleibt Kombi-König

 Der 1,90 Meter große und über 100 Kilogramm schwere Norweger Aksel Lund Svindal wuchtet sich beim Kombinations-Wettbewerb durch den Slalomstangen-Wald - zum WM-Titel. Foto: dpa
Der 1,90 Meter große und über 100 Kilogramm schwere Norweger Aksel Lund Svindal wuchtet sich beim Kombinations-Wettbewerb durch den Slalomstangen-Wald - zum WM-Titel. Foto: dpa
Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Sieg in der Super-Kombination wartete auf Weltmeister Aksel Lund Svindal eine ganz besondere Interview-Partnerin. Freundin Julia Mancuso (USA), die mit Silber in der Abfahrt vorgelegt hatte, stellte ihrem Partner am TV-Mikrofon die Fragen Von Florian Lütticke und Christian Kunz (dpa)

Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Sieg in der Super-Kombination wartete auf Weltmeister Aksel Lund Svindal eine ganz besondere Interview-Partnerin. Freundin Julia Mancuso (USA), die mit Silber in der Abfahrt vorgelegt hatte, stellte ihrem Partner am TV-Mikrofon die Fragen. Praktischerweise konnte der 28-Jährige durch die vorangegangene "Blumen-Zeremonie" am Valentinstag gleich ein paar Blumen für die Freundin mitbringen. Mancuso knipste Erinnerungsfotos von der Familie, Svindal ließ sich wie bei der WM vor zwei Jahren für den WM-Titel feiern."Es fühlt sich besonders deshalb gut an, weil es in den ersten Rennen nicht wie gewünscht gelaufen ist. Heute war mein Tag", sagte der zweimalige Gesamtweltcupsieger, der in der ewigen WM-Rangliste in die Top Zehn aufrückte.

In Abwesenheit von Top-Favorit Ivica Kostelic (Kroatien) holte sich der Norweger gestern in Garmisch-Partenkirchen sein insgesamt viertes WM-Gold vor dem italienischen Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer, der mit Silber seinen WM-Medaillensatz komplettierte. "Ich werde lange brauchen, um das zu realisieren. Es ist wunderbar", sagte der italienische Super-G-Weltmeister und kündigte eine "große Party" an. Dritter wurde sein Landsmann Peter Fill.

Deutsche Skirennfahrer waren in der Super-Kombination, wie in den vergangenen zwei Jahrzehnten zuvor nur zweimal, nicht am Start.



Zur WM-Halbzeit präsentierte sich derweil Maria Riesch im schwarzen Glitzerkleid und mit zwei Medaillen um den Hals. Bronze im Super-G, Bronze in der Abfahrt - nach turbulenten Titelkampf-Tagen war die 26-Jährige auch ohne die erhoffte Goldmedaille "total glücklich". Nach einem Erholungstag und einer Autogrammstunde gestern Nachmittag nahm die Doppel-Olympiasiegerin die Vorbereitung auf die nächsten Medaillenchancen ins Visier, auf die sich auch Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg und Weltmeisterin Kathrin Hölzl einstimmen. Aber ob sie fit genug für den Medaillenkampf werden?

Gestern war das Training von Rebensburg, die wegen einer Grippe im Bett bleiben musste, "so weit okay", auch wenn die 21-Jährige anmerkte: "Die Kraft ist noch nicht wieder da." Die Generalprobe im Riesenslalom in Zwiesel hatte sie gewonnen - und in Garmisch möchte sie beim Team-Rennen (Mittwoch) und Einzelrennen (Donnerstag) im Riesenslalom nach vorne fahren.

Dagegen ist der Start von Hölzl im Mannschafts-Wettbewerb unwahrscheinlich und auch die Titelverteidigung am Donnerstag fraglich. "Ich muss von Tag zu Tag schauen", sagte die 26-Jährige, die sich nach zwei Tagen des Schneetrainings zwar "auf dem Weg der Besserung" fühlte. Aber den lädierten Rücken spürte sie immer noch.

Drei Medaillen war der WM-Wunsch des DSV. Und wenn Olympiasiegerin Rebensburg und Weltmeisterin Hölzl fit an den Start gehen, sind die Chancen auf Edelmetall im Riesenslalom hoch.