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SV Kirkel geht neue Wege

Die Fußballer des SV Kirkel (in Blau), hier am Sonntag beim 1:0-Heimsieg gegen den SV Oberwürzbach, können sich freuen: Bei ihrem Verein tut sich einiges. Auch eine zweite Mannschaft soll es künftig wieder im Mühlenweiherstadion geben. Foto: Spellbynder
Die Fußballer des SV Kirkel (in Blau), hier am Sonntag beim 1:0-Heimsieg gegen den SV Oberwürzbach, können sich freuen: Bei ihrem Verein tut sich einiges. Auch eine zweite Mannschaft soll es künftig wieder im Mühlenweiherstadion geben. Foto: Spellbynder FOTO: Spellbynder
Kirkel. Beim Fußball-Kreisligisten SV Kirkel gibt es einige Neuigkeiten. Im Jugendbereich kooperieren die Kirkeler künftig mit dem SV Altstadt. Und auch in Sachen Flüchtlingsproblematik will sich der Verein engagieren und bei der Integration mithelfen. Stefan Holzhauser

Die erste Fußball-Mannschaft des SV Kirkel belegt derzeit in der Kreisliga A Bliestal mit 47 Punkten den vierten Tabellenplatz. "Aufgrund der schwierigen Personalsituation mit sehr vielen Abgängen vor Saisonbeginn und etlichen Verletzten während der Runde können wir mit diesem Zwischenergebnis mehr als zufrieden sein", betont Kirkels Vorsitzender Bernd Günther.

Man habe bereits die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit Volker Barth übernimmt zur nächsten Saison ein Spieler aus den eigenen Reihen das Traineramt. Er beerbt Urban Collmann, der Ende Mai seine lange Trainerlaufbahn endgültig beendet (wir berichteten).

Der aktuelle Kader bleibt komplett zusammen, außerdem gibt es bezüglich von Neuzugängen bereits einige feste Zusagen. Namen will Günther noch nicht verraten, sagt aber: "Wir werden eine qualitativ und quantitativ verstärkte Mannschaft an den Start schicken, die das Potenzial besitzt, in der Tabelle von Beginn an ganz oben mitzumischen." Ein weiteres Ziel müsse lauten, eine zweite Mannschaft zusammenzustellen, die nicht wie in der laufenden Runde mangels Masse immer wieder Partien absagen muss.

Im Jugendbereich gehen die Kirkeler Verantwortlichen neue Wege. So habe der Verein nach dem Wegfall der Spielgemeinschaft mit dem SC Blieskastel-Lautzkirchen "Notfall-Maßnahmen" ergreifen müssen und mit dem SV Rohrbach kooperiert. "Was zunächst aus der Not heraus geboren wurde, entwickelte sich schnell zu einer positiven Zusammenarbeit", betont Bernd Günther.

Zwischenzeitlich sind auch noch erfolgsversprechende Gespräche mit dem Nachbarverein SV Altstadt geführt worden. Man habe sich nun auf eine künftige Spielgemeinschaft mit Altstadt im Jugendbereich geeinigt. Der Kirkeler Vorsitzende ergänzt: "Das war alleine schon deswegen naheliegend, da es bereits seit längerer Zeit bei der Tischtennis-Abteilung eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Altstadt gibt."

Auch der aktuellen Flüchtlingsproblematik will sich der Verein annehmen. So wolle man alles dafür tun, diese Menschen im Vereinsleben zu integrieren. Dadurch würden sowohl der durch Nachwuchsprobleme geplagte Club als auch die Kinder und Jugendliche aus den Flüchtlingsländern profitieren.

"Wir können ihnen hier eine entsprechende Zukunftsperspektive mit Verein und Freunden bieten.

Zu diesem Zweck wurde sogar eigens ein Plakat in arabischer Sprache angefertigt, das die Flüchtlingskinder in der Schule und Öffentlichkeit zum Mitmachen einlädt", erklärt der Vereinsvorsitzende und ergänzt: Sämtliche Maßnahmen zur Integration würden darüber hinaus von der "Egidius-Braun-Stiftung" gefördert, die man "mit ins Boot nehmen" kann.