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SV 64 macht sich auf zur Titelverteidigung

Zweibrücken. Titelverteidiger SV 64 Zweibrücken geht am Ostermontag als Favorit in das Finalturnier um den Saarlandpokal. Der Handball-Oberligist hätte mit einem Sieg letztmals die Chance, gleich an der ersten Runde des DHB-Pokals teilzunehmen. Auch die Zweibrücker Frauen kämpfen um die Trophäe. Christian Gauf

Als Pokalverteidiger sind die Zweibrücker Oberliga-Handballer in der Favoritenrolle. Am Ostermontag, dem schon traditionellen Termin für das saarländische Pokalfinale um die Bank1-Saar-Handball-Trophy in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle, fehlen in diesem Jahr Zweitligist HG Saarlouis und Drittligist VTZ-Saarpfalz, die in der zweiten Runde bereits ausgeschieden waren.

So haben sich neben dem SV 64 der Tabellennachbar der RPS-Oberliga, die MSG HF Illtal, und durchaus überraschend die beiden Saarlandligisten HSG Nordsaar und HG Saarlouis II qualifiziert. Dabei brachte die Auslosung folgende Halbfinal-Begegnungen: Die HF Illtal bekommen es mit Saarlandliga-Spitzenreiter HGS II zu tun (Anpfiff: 13.25 Uhr), die Zweibrücker Löwen mit der HSG Nordsaar (Anpfiff: 14.40 Uhr).

Dass es bei den Männern im Finale erneut ein Aufeinandertreffen der beiden derzeit besten Oberligamannschaften geben könnte, ist nicht unwahrscheinlich. Zunächst müssen die SVler allerdings gegen den Saarlandliga-Vierten ran. "Die Mannschaft ist sicher besser, als es der derzeitige Tabellenstand vermuten lässt", begegnet SV-Trainer Stefan Bullacher der HSG mit dem nötigen Respekt. "Die waren für mich klarer Aufstiegsaspirant." Aus sportlicher Sicht wünsche sich Bullacher natürlich das Finale gegen Illtal. "Wenn ich es mir aber aussuchen dürfte, würde ich lieber die beiden Punkte im Meisterschaftsrennen am letzten Oberligaspieltag gegen die HF mitnehmen", hat Bullacher klare Prioritäten.

Los geht's am Ostermontag um 11.30 Uhr allerdings zunächst mit der Halbfinal-Begegnung der Zweibrücker Handballfrauen gegen Merzig-Hilbringen. Danach spielen Saarlandliga-Tabellenführer TuS Neunkirchen und der Oberligist DJK Marpingen gegeneinander (Anpfiff: 12.25 Uhr). Wertet man die bisherigen Rundenspiele als Indiz, dann sind auch die SV-Frauen - als Meisterschaftsanwärter in der RPS-Oberliga - in einer leichten Favoritenrolle. Allerdings sind gerade die Neunkircher Frauen und der Oberligakontrahent DJK Marpingen die Abonnementssieger im Pokalwettbewerb. Nach den Halbfinalspielen der Männer werden um 15.50 Uhr zunächst die Frauenmannschaften ihr Finale bestreiten. Das Männer-Endspiel um den begehrten Pott wird um 17.15 Uhr angepfiffen.

Die Vorstellung, dass eventuell zwei Zweibrücker Teams als Pokalsieger nach Hause gehen könnten, wird noch dadurch versüßt, dass der Verbandspokalsieger in diesem Jahr letztmals die Chance bekommt, am DHB-Pokalwettbewerb teilzunehmen. Ab der Saison 2015/16 wird es hier nämlich eine weitere Reform geben, wonach nur noch die Erst- und Zweitbundesligisten, die jeweils sechs bestplatzierten Mannschaften der vier dritten Ligen sowie der Gewinner des dann neu eingeführten deutschen Amateurpokals am DHB-Pokal mitwirken können, und so in der ersten Runde des DHB-Pokals überhaupt die Chance bekommen, auf einen Erstligisten oder Zweitligisten zu treffen.