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Stöger: Mit 60 noch beim 1. FC Köln ist „nicht utopisch“

Köln. Als Peter Stöger im Juli 2013 nach Köln kam, warnte ihn so manch einer davor, sich im Rheinland einzurichten. Als er sich für eine erst im September bezugsfähige Wohnung entschied, hätte mancher gesagt: "Mal schauen, ob du da wirklich noch einziehst." Der Trainer des 1. FC Köln erzählt dies mit einem herzhaften Lachen. sid

"Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ich noch hier bin", sagt er: "Dass ich manches mit Humor nehme."

Und so hat der Österreicher es sich auf dem einstigen Schleudersitz bequem gemacht. Am Montag feiert er seinen 50. Geburtstag. Er wohnt immer noch in jener Wohnung, die er im Herbst 2013 bezogen hat, und er könnte sich sogar vorstellen, auch den 60. noch dort zu feiern. "So wohl, wie ich mich fühle, ist es für mich nicht utopisch", sagte er. Sein derzeitiger Vertrag läuft bis 2020. Die 1000-Tage-Marke hat er Anfang März durchbrochen, der Rekord von Hennes Weisweiler liegt bei 1460 Tagen. Nur die Diskussion um den Kaugummi-Wurf seines Sportchefs Jörg Schmadtke in Hoffenheim nimmt er gar nicht mit Humor . "Es stört mich, wie Jörg Schmadtke danach medial in eine Ecke gestellt wurde", sagt er: "Dass er ein Rüpel sei, sich nicht benehmen könne." Der Sportchef hatte nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit beim 1:1 in Hoffenheim einen Kaugummi in Richtung der gegnerischen Bank geworfen. Ein Kaugummi-Verbot auf der Kölner Bank werde es aber nicht geben, versicherte Stöger.

Seinen 50. will er am Montag aber feiern, unabhängig vom Verlauf des mit Spannung erwarteten Derbys am Vorabend (17.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen . Sein Wunsch zum Ehrentag: ein EM-Finale Deutschland gegen Österreich. Und ein Trikot von Bayern-Star David Alaba, um dieses zu verfolgen: "Wenn der Alaba mir eines schickt, werde ich das auch anziehen. Ansonsten habe ich noch ein paar alte Fetzen aus meiner Zeit." Große Sorgen sehen wahrlich anders aus.