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Steinhaus am Ziel: DFB-Schiedsrichterin pfeift Olympia-Finale

London. Wenn Bibiana Steinhaus heute Abend den Fußball-Tempel Wembleystadion betritt, wird sie dies mit einem Gänsehaut-Gefühl tun. Als erste deutsche Schiedsrichterin darf die 33-Jährige ein Olympia-Finale der Fußball-Frauen pfeifen - und dies vor einer Rekordkulisse

London. Wenn Bibiana Steinhaus heute Abend den Fußball-Tempel Wembleystadion betritt, wird sie dies mit einem Gänsehaut-Gefühl tun. Als erste deutsche Schiedsrichterin darf die 33-Jährige ein Olympia-Finale der Fußball-Frauen pfeifen - und dies vor einer Rekordkulisse. 83 000 Fans wollen die Partie zwischen Weltmeister Japan und Rekord-Olympiasieger USA live verfolgen, so viele wie nie zuvor bei Sommerspielen. Nach dem WM-Endspiel im Vorjahr wartet auf Steinhaus ein weiterer Karrierehöhepunkt."Bibiana ist eine absolute Ausnahmeschiedsrichterin, die weltbeste. Ich freue mich riesig für sie, weil sie einen unglaublich hohen Aufwand dafür betreibt", kommentierte DFB-Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel gestern die Endspiel-Nominierung der Polizeimeisterin durch den Weltverband Fifa. An der Seite von Steinhaus werden Marina Wozniak und Katrin Rafalski als Assistentinnen agieren.

Im Finale erwartet Steinhaus nicht nur die größte Kulisse, vor der sie je gepfiffen hat, sondern auch eine brisante Partie. Nach der Niederlage im Finale der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland sinnen die US-Girls gegen Japan auf Revanche. "Dieses Mal werden wir nicht ohne Goldmedaille nach Hause fahren", verkündete Mittelfeldspielerin Carli Lloyd forsch.

Olympia ist die Domäne der Amerikanerinnen. Seit der Premiere 1996 in Atlanta standen sie immer im Endspiel, und verloren nur einmal - 2000 in Sydney gegen Norwegen. dpa Foto: Jaspersen/dpa