| 22:14 Uhr

Trauer um Boxlegende
Beim FCK wird um Boxer Mildenberger getrauert

Trauer um den ehemaligen Boxeuropameister Karl Mildenberger .
Trauer um den ehemaligen Boxeuropameister Karl Mildenberger . FOTO: dpa / Werner Baum
Kaiserslautern. Bei einer Trauerfeier haben rund 200 Freunde und Familienmitglieder in seiner Heimatstadt Kaiserslautern Abschied vom früheren Box-Europameister Karl Mildenberger genommen.

„Mit dem Tod Karl Mildenbergers verliert der 1. FC Kaiserslautern nicht nur einen herausragenden Sportler, sondern auch einen großen Sympathieträger“, würdigte FCK-Vorstand Rainer Keßler gestern den im Alter von 80 Jahren gestorbenen früheren Schwergewichtsboxer.

Zur Box-Legende war Mildenberger durch seinen heroischen WM-Titelkampf gegen Muhammad Ali am 10. September 1966 im Frankfurter Waldstadion geworden. Trotz der Niederlage durch Abbruch in der zwölften Runde wurde „Milde“ damals von den 30 000 Zuschauern frenetisch gefeiert. Nach dem Kampf hatte Ali dem Pfälzer große Anerkennung gezollt und ihn als „zweitschnellsten Schwergewichtler der Welt und am besten aussehenden weißen Boxer“ bezeichnet.

1937 geboren, von einer schwierigen Kindheit als Waisenkind geprägt, „hat er sich im wahrsten Sinne des Wortes durchgeboxt“, betonte der frühere FCK-Präsident Udo Sopp. Zuletzt war der Ali-Gegner nach einer Knie-Operation auf den Rollstuhl angewiesen. „Wir haben uns zu der Zeit, als ich in Kaiserslautern gespielt habe, nach den Spielen immer unterhalten. Er war ein großer Sportsmann und auch ein begeisterter Fußballfan“, berichtete der frühere Fußball-Nationalspieler Hans-Peter Briegel.