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Hurrikan-Warnung in Tryon
Weltreiterspiele rüsten sich auch für eine Evakuierung

Tryon. Hurrikan Florence bedroht Pferdesport-WM in Tryon. sid

(sid) Die Bedrohung durch Hurrikan Florence hält die USA in Atem, auch die Weltreiterspiele in Tryon im US-Bundesstaat North Carolina beschäftigen sich mit dem möglichen Ernstfall. „Wir sind vorbereitet“, sagt Sharon Decker, operative Geschäftsführerin des Reitzentrums in Tryon: „Wir befinden uns in vielerlei Hinsicht in einer Art sicherer Zone. Das heißt nicht, dass wir hier nicht Wind und Regen bekommen. Stürme wie dieser treffen uns normalerweise nicht so hart.“

Da Tryon rund 350 Kilometer von der Küste entfernt liegt, dürfte der Hurrikan beim Erreichen der Reitanlagen einiges an Kraft eingebüßt haben. Dennoch sind Starkregen und Überschwemmungen möglich. Ein „stabiles Evakuierungsprotokoll“ ist für den Fall der Fälle ausgearbeitet.

„Wir sind in Kontakt mit dem nationalen Wetterdienst. Sie stellen uns alle sechs Stunden neue Wettervorhersagen zur Verfügung – wenn gewünscht, auch öfter“, sagt Generalsekretärin Sabrina Ibanez vom Reiter-Weltverband FEI. Im Ernstfall stehen genügend sichere Unterkünfte sowie zahlreiche Stromgeneratoren zur Verfügung. Doch was, wenn es während eines laufenden Wettkampfs zu Unwettern kommt? „Dann wird rechtzeitig abgebrochen“, glaubt Dressur-Königin Isabell Werth: „Es wird spannend, wenn das passiert.“