| 20:37 Uhr

Nach WM-Pleite von Tyron Zeuge
Verwirrung um Flaschenwurf von Brähmer 

Hat Trainer Jürgen Brähmer gezielt auf Sauerland-Geschäftsführer Freddy Ness geworfen? 
Hat Trainer Jürgen Brähmer gezielt auf Sauerland-Geschäftsführer Freddy Ness geworfen?  FOTO: dpa / Marcus Brandt
Hamburg. Um den Flaschenwurf von Trainer Jürgen Brähmer nach der Box-WM in Offenburg gibt es Verwirrung. In der Nacht zum Sonntag hatte der Schweriner Coach von Ex-Weltmeister Tyron Zeuge eine mit Wasser gefüllte Kunststoffflasche Richtung Zuschauer geworfen.

Unklar ist, ob der Wurf gezielt war und tatsächlich jemand getroffen wurde.

Manager Wilfried Sauerland sagte der Münchner „Abendzeitung“: „Er hatte die Flasche, es war eine volle Taxofit-Flasche, mit Wucht auf unseren bisherigen Geschäftsführer Freddy Ness geworfen, von ihm prallte sie ab, traf meine Frau, überschütte sie mit Wasser, dann prallte die Flasche auf mich, hat sogar einen Cut am Schienbein verursacht.“

Andere Zeugen wollen indes beobachtet haben, dass die Flasche auf dem Boden vor den Zuschauern gelandet sei und diese beim Aufprall bespritzt habe.



Brähmer bestreitet, die Flasche gezielt auf Zuschauer geschleudert zu haben. Er habe sie unmittelbar nach der Niederlage Zeuges gegen den Briten Rocky Fielding hinter sich „von der Ringecke auf den Hallenboden geworfen“.

Wie aus Brähmers Umfeld zu hören ist, lässt der ehemalige Weltmeister von seinem Anwalt eine Unterlassungserklärung prüfen, Anderes zu behaupten. Sauerland kündigte seinerseits an, mit seinen Anwälten über eine Strafanzeige zu beraten. Der 78 Jahre alte Manager verkündete, dass es mit Brähmer keine Zusammenarbeit mehr geben werde.