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Triathlon
Verletzung hätte Frodeno fast den EM-Start vermasselt

Frankfurt. Das große Duell der Triathlon-Stars Patrick Lange und Jan Frodeno an diesem Sonntag (ab 6.30 Uhr/HR 3) in Frankfurt um die Europameisterschaft im Ironman wäre fast geplatzt. „Die Entscheidung, an den Start zu gehen, ist in letzter Sekunde nach einem Test am Mittwoch gefallen“, sagte Frodeno (LAZ Saarbrücken).

Vor zwei Wochen hatte sich der Weltmeister von 2016 und 2015 im Radtraining schwerwiegende Verletzungen zugezogen. Bei dem Sturz zog er sich nicht nur eine Wunde zu, die mit zehn Stichen genäht werden musste, und Hauptabschürfungen, die an der Hüfte immer noch offen sind, sondern auch einen leichten Riss in der Bizepssehne des hinteren Oberschenkels. „Das Problem ist: Dabei entsteht Flüssigkeit, die auf den Ischiasnerv drückt, der das ganze Bein versorgt“, schilderte der 36-Jährige die Folgen des Unfalls.

Stoppen lassen wollte er sich von diesen Blessuren nicht. „Die großen Trainingseinheiten waren gemacht. Formtechnisch habe ich durch den Sturz nichts verloren“, bekräftigte Frodeno. „Es ist der Zeitpunkt, die Pferde frei laufen zu lassen.“ Frodeno hatte Lange in diesem Jahr beim ersten Duell beim Ironman 70.3 Kraichgau Anfang Juni deutlich geschlagen. Neben den beiden hat auch der Vorjahreszweite Andreas Böcherer aus Freiburg Siegchancen.