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Fußball-WM in Russland
Sogar im Weltall wird die russische Flagge gehisst

Moskau. Landesweit Autokorsos, Russland-Fahnen im Weltraum: Nach dem überraschenden Viertelfinal-Einzug der Nationalelf schwimmt der WM-Gastgeber auf einer Welle aus Euphorie und Ekstase. „Jetzt ist alles möglich!

England, Brasilien, Frankreich. Wir haben vor niemandem mehr Angst“, schrieb die Zeitung „Sport-Express“ nach dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Spanien. Nationalelf der Geschichte!“ Überschwänglich feierte das Fernsehen Erfolgstrainer Stanislaw Tschertschessow als „Juri Gagarin mit Schnurrbart“ – in Anlehnung an den legendären Raumfahrer.

Strömendes Wohlwollen ergießt sich über die Mannschaft, die vor dem Turnier von einheimischen Fans und Medien abgeschrieben worden vor. Jetzt gratulierten sogar die russischen Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation ISS und zeigten in einer Videobotschaft die weiß-blau-rote Fahne. „Dieses Wunder gehört allen Russen“, sagte Stürmer Artjom Dsjuba. „Wir sind durch den Schmerz zum Sieg gegangen.“