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Friedensangebot
Hamann will „vielleicht ein Bier mit Heidel trinken“

Düsseldorf. (dpa) Sky-Experte Dietmar Hamann hat nach der Attacke von Schalke-Manager Christian Heidel versöhnliche Töne angeschlagen, seine Kritik an der Spielweise des Vizemeisters aber untermauert.

„Ich habe mit seinen Aussagen kein Problem“, sagte Hamann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur: „Ich weiß das einzuschätzen. Wenn wir öffentlich kritisieren, müssen wir auch mal einstecken. Wenn ich ihn das nächste Mal sehe, werde ich ihm die Hand geben und vielleicht auch ein Bier mit ihm trinken.“

Hamann hatte Schalke nach dem 0:0 bei RB Leipzig für eine fehlende Entwicklung kritisiert. Heidel hatte ihm daraufhin unterstellt, er habe den Schalker Spielplan nicht verstanden und behauptet: „Deshalb sitzt er auch im TV-Studio und nicht auf der Trainerbank.“ Auch darauf reagierte Hamann mit einem Schmunzeln: „Diesen Spruch habe ich selbst schon mal bei einer Einschätzung verwendet. Es ist Fakt, dass ich im TV-Studio sitze. Aber ich tue das, weil es mir Spaß macht.“

An seiner sachlichen Kritik hielt Hamann fest. „Ich verstehe schon, was Schalke wollte und habe das auch gesehen“, sagte der 45-Jährige: „Aber 56 Prozent Passquote hatte kein anderer Gegner in Leipzig. Und wenn du auf zweite Bälle spielst und die eroberst, musst du dann auch anfangen, Fußball spielen. Das ist nicht passiert. Ich dachte, dass der Anspruch auf Schalke ein anderer ist. Aber vielleicht müssen wir diesen einfach runterschrauben.“



Trainer will der Ex-Nationalspieler übrigens nicht mehr sein. „Meine kurze Karriere habe ich bewusst beendet.“ Haman war 2011 Co-Trainer beim Zweitligisten Leicester City und fünf Monate Coach des Fünftligisten Stockport County. Im Dezember macht er seinen Abschluss an der Manchester University Business School und sagt: „Eine strategische Rolle in einem Verein könnte ich mir vorstellen.“