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Fecht-WM in China
Pure Enttäuschung bei Fechtern

Wuxi. Der Albtraum ist bittere Realität. „Enttäuschung pur. Es ist eingetreten, was eintreten konnte, was wir aber vermeiden wollten“, sagte Sportdirektor Sven Ressel, nachdem die schlechteste WM-Bilanz des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) seit 47 Jahren feststand.

Bei den Titelkämpfen in Wuxi/China blieb das Aufgebot erstmals seit 1971 in Wien bei einer kompletten WM ohne Edelmetall. Gestern scheiterten die beiden Florett-Teams sowie die Säbeldamen als letzte Vertreter im WM-Wettbewerb.

Der seit dem medaillenlosen Olympia-Desaster in Rio ausgerufene Neuanfang hat damit einen herben Rückschlag erlitten. „Wir setzen unseren eingeschlagenen Weg noch konsequenter fort: Wir müssen die Kräfte bündeln, die Trainingseinheiten noch stärker konzentrieren und die eine oder andere personelle Besetzung sehr genau analysieren und diskutieren“, sagte Ressel. Schon im vergangenen Jahr bei der Heim-WM in Leipzig war die deutsche Bilanz mit nur einer Medaille bescheiden gewesen. Damals holte Degenfechter Richard Schmidt Bronze.

„Wir haben junge Fechter mit Potenzial, die auch schon zeigen konnten, dass sie bereit sind. Diese Athleten werden wir mit aller Kraft unterstützen“, sagte Ressel und flüchtete sich im Hinblick auf die am 1. April 2019 beginnende Olympia-Qualifikation für Tokio 2020 in Durchhalteparolen: „Wir können das schaffen. Der Glaube stirbt zuletzt.“ Zudem steht 2019 die Heim-EM in Düsseldorf an.