| 23:35 Uhr

Fußball-Bundesliga
Ohne Glanz und Götze: Dortmund Tabellenführer

Marius Wolf (unten) jubelt mit Mahmoud Dahoud (M) und Axel Witsel über seinen Treffer zum 2:1.
Marius Wolf (unten) jubelt mit Mahmoud Dahoud (M) und Axel Witsel über seinen Treffer zum 2:1. FOTO: dpa / Bernd Thissen
Dortmund. Borussia Dortmund schafft nach 3:1-Sieg über Frankfurt den Kurz-Zeit-Sprung an die Tabellenspitze.

Ohne Dauer-Bankdrücker Mario Götze hat Borussia Dortmund zumindest für 19 Stunden die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga erobert. Glanzlos setzte sich der BVB gegen DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt am Freitagabend mit 3:1 (1:0) durch und hat mit sieben Punkten einen guten Saisonstart unter dem neuen Trainer Lucien Favre hingelegt. Götze saß bei der zumindest vom Ergebnis her gelungenen Generalprobe für den Champions-League-Auftakt am Dienstag beim FC Brügge wie in den vorherigen beiden Partien für 90 Minuten auf der Bank. Barça-Leihgabe Paco Alcacer (88. Minute) krönte sein Bundesliga-Debüt mit dem Tor zum Endstand.

Die Eintracht kassierte sechs Tage vor ihrem Europacup-Comeback bei Olympique Marseille in der Europa League die bereits vierte Niederlage im fünften Pflichtspiel unter ihrem neuen Coach Adi Hütter. Abdou Diallo (36. Minute) und der frühere Frankfurter Marius Wolf (72.) erzielten vor 81 000 Zuschauern die ersten beiden BVB-Tore. Sebastien Haller (68.) hatte kurz vor dem Treffer seines Ex-Kollegen den Ausgleich erzielt. Auf deren Trikots setzten die Dortmunder mit dem Schriftzug „Dortmund verbindet“ ein Zeichen gegen Diskriminierung.

Die Dortmunder bestimmten die Partie und hatten deutlich mehr Ballbesitz, fanden aber zunächst kaum eine Lücke im Eintracht-Verbund.



Symptomatisch für das Spielgeschehen: Das erste Tor fiel nach einem Eckball. Diallos Kopball klatschte Trapp dem BVB-Verteidiger an die Beine, Mijat Gacinovic konnte auf der Linie den Ball nicht mehr abwehren – verdient war die Führung, aber in der Entstehung glücklich. Frankfurt zeigte eine offensive Reaktion, hatte aber bis zur Pause keine zwingende Aktion mehr vor dem BVB-Tor.

Nach dem Seitenwechsel war Frankfurt auf Stabilität bedacht, als hätte es den Gegentreffer nicht gegeben. Dortmund fehlten die kreativen Momente. Erst als Hütter mit Ante Jovic und Jonathan de Guzmann offensiv wechselte, agieren die Hessen mutiger. Der Lohn war der Ausgleich durch Haller per Drehschuss. Dortmund antwortete aber prompt durch Wolfs Premierentor und setzte mit Alcacers sehenswerten Tor den Schlusspunkt.