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Weltfußballer-Wahl am Montag
Eine neue Zeitrechnung kündigt sich an

Luka Modric hält seine Auszeichnung als Europas bester Fußballer des Jahres ganz fest.
Luka Modric hält seine Auszeichnung als Europas bester Fußballer des Jahres ganz fest. FOTO: dpa / Claude Paris
London. Am Montag wird der Weltfußballer gekürt. Messi wird es nicht sein, und Ronaldo ist kein Favorit. dpa

Lionel Messi fehlt bei der Kür des Weltfußballers erstmals seit 2006 unter den Top Drei – und auch Cristiano Ronaldo droht das Ende seiner Vormachtstellung. Durch zwei Debütanten bei der Wahl steht das beherrschende Duo des vergangenen Jahrzehnts bei der wichtigsten individuellen Fifa-Auszeichnung vor der Ablösung. Neben dem fünfmaligen Weltfußballer Ronaldo sind sein ehemaliger Teamkollege von Real Madrid, Luka Modric, und Premier-League-Torschützenkönig Mohamed Salah in der engeren Auswahl.

Die „Best Fifa Football Awards“ werden am Montag in der Royal Festival Hall der britischen Hauptstadt London vergeben. Bis 10. August hatten Kapitäne und Trainer aller Nationalteams, Fans sowie Medienvertreter abgestimmt. Auf der ursprünglichen Auswahlliste von zehn Stars stand kein deutscher Profi. Seit zehn Jahren ging die Trophäe jeweils fünf Mal an Ronaldo und Messi. Nun gilt vor allem der kroatische Vize-Weltmeister Modric als aussichtsreichster Herausforderer des Portugiesen, der die Weltfußballer-Ehre in den vergangenen vier von fünf Jahren abräumte. Modric hat bereits die Uefa-Auszeichnung für Europas besten Fußballer 2018 erhalten. Ronaldo blieb der Ehrung in Monaco damals fern – wohl im Wissen, nicht der Sieger zu sein.

Bei den Frauen schaffte es Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon) als einzige deutsche Vertreterin in die engere Auswahl. Dort konkurriert sie mit ihrer Vereinskollegin Ada Hegerberg (Norwegen) und der Brasilianerin Marta (Orlando Pride). Marozsan und Hegerberg hatten im Sommer mit Lyon die französische Meisterschaft und die Champions League gewonnen.



Nominiert für die Wahl zum Fifa-Welttorhüter 2018 sind der französische Weltmeister Hugo Lloris von Tottenham Hotspur, der Belgier Thibaut Courtois, der mit dem FC Chelsea den englischen Pokal gewonnen hatte und dann zu Real Madrid gewechselt war, und Dänemarks Nationaltorwart Kasper Schmeichel (Leicester City).

Kandidaten für die Wahl des Welttrainers sind der französische Nationaltrainer Didier Deschamps, der im Sommer mit der Équipe Tricolore Weltmeister wurde, Nationaltrainer Zlatko Dalic vom Vize-Weltmeister Kroatien und Zinedine Zidane. Mit Real Madrid hatte er im Mai zum dritten Mal in Serie die Champions League gewonnen hatte. Für die Arbeit im Frauenfußball sind Reynald Pedros (Olympique Lyon), Asako Takakura (Japan) und Sarina Wiegman (Niederlande) nominiert.

Hoffnungen auf den „Puskas Award“ für das schönste Tor darf sich der Franzose Benjamin Pavard machen. Der Profi vom VfB Stuttgart muss sich mit seinem Treffer bei der WM allerdings gegen neun weitere Traumtore behaupten – unter anderen von Gareth Bale (Real Madrid), Cristiano Ronaldo und Mohamed Salah (FC Liverpool).