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NBA
Kleber glänzt dank Wurf und Nowitzki

Maxi Kleber (re), hier im Zweikampf mit Carmelo Anthony, kommt in der NBA immer besser in Fahrt
Maxi Kleber (re), hier im Zweikampf mit Carmelo Anthony, kommt in der NBA immer besser in Fahrt FOTO: dpa / Lm Otero
Dallas. In seinem zweiten Jahr in der NBA scheint Maxi Kleber angekommen in der Basketball-Eliteliga. Zu verdanken hat der Würzburger das unter anderem seinem Landsmann Dirk Nowitzki.

Maxi Kleber fühlt sich bereit für den nächsten Schritt in der besten Basketball-Liga der Welt. „Natürlich will ich mich in der NBA etablieren“, sagt der 26-Jährige selbstbewusst. Nach einem Jahr voll Aufs und Abs ist der Würzburger aktuell einer der Lichtblicke bei den Dallas Mavericks. Während die Texaner nach einem vermasselten Saisonstart auf das Comeback ihres lange verletzten Altmeisters Dirk Nowitzki warten, überzeugt – neben Super-Jungstar Luka Doncic – auch Kleber.

Der deutsche Nationalspieler scheint seinen Platz beim Champion aus dem Jahr 2011 gefunden zu haben. Von der Bank kommt der Flügelspieler zu regelmäßigen Einsätzen, im Schnitt knapp 20 Minuten Spielzeit, 7,4 Punkte und 4,4 Rebounds konnten sich nach neun Partien sehen lassen.

Trainer Rick Carlisle lobte zuletzt ausdrücklich Klebers veränderten Wurf von der Dreier-Linie als „big game changer“, quasi als großes Plus im Spiel der Mavericks. „Ich fühle mich sehr wohl mit meinem neuen Wurf“, erzählt Kleber in einer internationalen Telefonschalte am Montag. „Ich habe viel gemacht in diesem Sommer. Ich weiß, dass ich zuverlässig bin in der Abwehr, das garantiert mir den Einsatz. Ich wollte mein Offensivspiel verbessern, denn das ist der Schlüssel, um noch mehr Minuten zu bekommen.“ Der ehemalige Bundesliga-Profi traf bislang 50 Prozent der Würfe aus dem Feld und 38 Prozent von außen.



Das soll es freilich nicht gewesen sein in Klebers Entwicklung in Übersee. „Ich weiß, dass ich weiter arbeiten muss, denn Spielzeit in der NBA bekommt man nie garantiert“, sagt er. Aber die Abtastphase nach seinem Wechsel von Bayern München zu Dallas im Sommer 2017 ist vorbei.

Dass sich der 2,07 Meter große Unterfranke in Texas inzwischen wohl fühlt, das ist auch ein Verdienst von Nowitzki. Die beiden Würzburger kannten sich vor Klebers Wechsel nur flüchtig, „aber seit ich hier bin, wurden wir richtig gute Freunde“, erzählt der Power Forward. Im Sommer 2017 absolvierten die beiden zusammen große Teile der Saisonvorbereitung. „Da haben wir viel Zeit miteinander verbracht. Er hat mich in sein Haus zu seiner Familie eingeladen. Das war ziemlich cool, denn ich kannte hier ja niemanden. Wir haben viel über die NBA geredet, über die Erwartungen als Rookie, über das Leben hier.“

Dank Nowitzki habe Kleber gelernt, wie man sich in der NBA zurechtfindet und was das Leben in Amerika ausmacht. „Ich bin sehr dankbar dafür“, ergänzt Kleber. Ich glaube, es gibt nicht viele Typen da draußen wie ihn, er hat so viel Erfahrung. Es gibt keinen, der einem besser Sachen beibringen kann als er.“

Weil Nowitzki den Mavs weiter fehlen wird, liegt es an anderen, das Team nach einer Startbilanz von zwei Siegen und sieben Niederlagen in die Spur zu bringen. Auch an Kleber. „Es ist noch früh in der Saison, wir können das noch herumreißen“, sagt der Deutsche kämpferisch.