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Fußball im Fernsehen
Lahm hat als Experte in der ARD keine Zukunft

Mit Philipp Lahm war die ARD nicht zufrieden.
Mit Philipp Lahm war die ARD nicht zufrieden. FOTO: dpa / Christian Charisius
Berlin. Vertrag mit Ex-Nationalspieler wird nicht verlängert. dpa

Die ARD plant keine weiteren Einsätze von Philipp Lahm als TV-Experte. Der Vertrag mit dem früheren Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist ausgelaufen und soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht erneuert werden.

„Es gibt eine Runde der Sportchefs im September, auf der darüber gesprochen wird“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky, der mit Ex-Nationalspieler Thomas Hitzls­perger aber verlängern möchte. Balkausky hatte Lahm nach der Weltmeisterschaft in Russland angegriffen. Der als ARD-Experte eingesetzte Ex-Profi hatte seine deutliche Kritik auch an Bundestrainer Joachim Löw im sozialen Netzwerk LinkedIn und zuvor nicht bei einer Sendung im Ersten geäußert. „Philipp Lahm in unserem Team zu haben, war aufgrund seiner Erfahrung sicher sehr belebend. Manchmal hätten wir uns aber noch mehr von diesem Erfahrungsschatz und noch deutlichere Einschätzungen gewünscht“, sagte Balkausky.

Der Weltmeister-Kapitän von 2014 musste während der WM in Russland nicht ins Studio in Baden-Baden kommen, sondern moderierte am Tegernsee. Lahm bekam mit Jessy Wellmer eine eigene Moderatorin zugeteilt. Bei den Auftritten wirkte er eher zurückhaltend, ehe er auf LinkedIn schrieb: „Ich bin überzeugt davon, dass Jogi Löw seinen kollegialen Führungsstil der letzten Jahre ändern muss, wenn er mit der neuen Generation von Nationalspielern wieder Erfolg haben möchte. Das ist kein Zeichen der Schwäche, sondern der Weiterentwicklung.“



In der ARD wurde Lahm erst einen Tag danach deutlicher. „Ich denke, dass man mit der neuen Generation und den neuen Leuten nach so einem Ereignis die Ansprache auch verändern sollte“, sagte der frühere Profi im Ersten.