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Biathlon
Kühn überrascht als starker Schütze

Pokljuka. Der deutsche Biathlet landet beim Weltcup-Auftakt in Pokljuka auf Platz zwei.

Johannes Kühn benötigte einen Augenblick, um seinen famosen Coup zu begreifen. „Null Fehler und ein zweiter Platz“, meinte der 27-Jährige nach kurzem Zögern, „das ist natürlich super für mich“. Dass der Bayer beim Biathlon-Weltcup in Pokljuka den ultimativen Erfolg um 4,2 Sekunden verpasst hatte, störte ihn letztlich nicht. Ausgerechnet im schießlastigen Einzel über 20 Kilometer räumte der vermeintlich schwache Schütze alle Scheiben ab. „Ich habe viel daran gearbeitet“, sagte Kühn, der nun schon das Ticket für die WM in Östersund in der Tasche hat, der ARD.

Rundum perfekt war sein Rennen allerdings nicht, denn nach dem ersten Schießen fädelte der Deutsche bei einem Rivalen mit den Skiern ein und rutschte aus. Dadurch verlor er möglicherweise die wenigen Sekunden, die ihn später den Sieg kosteten. Außer ihm schaffte es der Fünftplatzierte Simon Schempp als einziger Deutscher unter die besten 20. Für Arnd Peiffer war sein 52. Platz aber ohnehin zweitrangig – der Sprint-Olympiasieger wurde vor einigen Tagen erstmals Vater.

Bei den Frauen durfte Franziska Preuß lange auf den ersten Erfolg ihrer Karriere hoffen. Nach 19 Treffern verfehlte die 24-Jährige aber mit dem letzten Schuss das Ziel – 59,1 Sekunden hinter der siegreichen Julija Dschyma (Ukraine) landete Preuß daher auf dem zehnten Rang. „Beim letzten Schuss war ich vielleicht einen Zacken zu aggressiv“, sagte Preuß.



Fortgesetzt wird der Weltcup heute mit dem Sprint der Männer (14.15 Uhr/ARD und Eurosport), wo erneut der laufstarke Kühn eine prominente Rolle spielen könnte. Nach dem Sprint der Frauen am Samstag (14.15 Uhr) beenden am Sonntag die Verfolgungsrennen (ab 11.45 Uhr) den Auftakt in die neue Saison.