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Fußball-Bundesliga
Königliche Wechselgerüchte

Trainer Julian Nagelsmann ist auch weiterhin begehrt.
Trainer Julian Nagelsmann ist auch weiterhin begehrt. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Sisnheim. Real Madrid soll Julian Nagelsmann kontaktiert haben. Der sagte aber ab.

Kaum sind die Gerüchte um Bayern München und Borussia Dortmund beendet, schlägt sich der Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim mit neuen herum. Real Madrid hat Medienberichten zufolge Trainer Julian Nagelsmann kontaktiert. Denn der Champions-League-Sieger ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Zinédine Zidane. Demnach soll es „konkretes Interesse“ an Nagelsmann gegeben haben, dieser soll aber „nach kurzem Überlegen abgewunken“ haben.

Die TSG wollte die Spekulationen gestern nicht kommentieren. Nagelsmann selbst befindet sich derzeit im Urlaub, allerdings immer wieder unterbrochen durch Kurztrips in den Kraichgau, um die Kaderplanung für die erste Champions-League-Saison der Clubgeschichte voranzutreiben. Trainingsauftakt in Zuzenhausen ist am 1. Juli.

Nagelsmann hat in Hoffenheim einen Vertrag bis 30. Juni 2021, verfügt allerdings über eine Ausstiegsklausel 2019. Bis dahin hatte Mäzen und Mehrheitseigner Dietmar Hopp seinen Erfolgstrainer in die Pflicht genommen. Nagelsmann wurde in der vergangenen Saison auch beim FC Bayern (dort wird es Niko Kovac) und beim BVB (Lucien Favre) gehandelt. Der gebürtige Landsberger gilt als einer der begehrtesten Fußball-Lehrer der Branche und sagte kürzlich selbst: „Bei mir muss der nächste Schritt schon ein wirklich großer sein.“



Bei einem Wechsel zu einem ausländischen Verein müsste er allerdings seine Fremdsprachenkenntnisse massiv ausbauen. „Ich versuche immer mal, mit meinem Team Englisch zu sprechen“, erklärte Nagelsmann kürzlich, bei Spanisch sei er „eher eine Energiesparlampe“. Ein Club wie Real Madrid, der zum dritten Mal nacheinander in der Königsklasse triumphiert hat, wäre mit all seinen Superstars allerdings für einen Jungtrainer wie Nagelsmann im Moment eine Nummer zu groß – oder Nagelsmann eine Nummer zu klein für die Königlichen. Mit Neuzugängen wie Leonardo Bittencourt vom 1. FC Köln und Joshua Brenet von PSV Eindhoven hat die TSG Wunschspieler von Nagelsmann bereits verpflichtet.