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Fußball-WM in Russland
James weint, Falcao schimpft, Shakira trauert

Moskau. Mit seinem Schmerz war James Rodríguez ganz alleine. Einsam kauerte der verletzte Superstar der Kolumbianer nach dem Schlusspfiff auf der Ersatzbank im Spartak-Stadion von Moskau und verdrückte nach dem WM-Aus bittere Tränen.

Hilflos hatte der Torschützenkönig der Endrunde 2014 mitansehen müssen, wie die Caféteros mit 3:4 im Elfmeterschießen im Achtelfinale an England scheiterten. Worte fand der von einer Wadenverletzung ausgebremste Regisseur des FC Bayern München nach dem verlorenen Wettlauf mit der Zeit nicht.

„Uns hat der Schlüsselspieler gefehlt. Was das Herausspielen von Chancen angeht, ist James ein entscheidender Spieler“, bedauerte Kolumbiens Nationaltrainer José Pékerman, dessen Zukunft noch nicht geklärt ist. Bitter war es auch für Torwart David Ospina, dessen gehaltener Elfmeter nichts nutzte.

Kapitän Radamel Falcao war „verärgert und enttäuscht“. Der Profi vom AS Monaco kritisierte den schwachen US-Referee Mark Geiger: „Der Schiedsrichter war eine Schande. Es war mehr als deutlich, dass er im Zweifelsfall immer für England gepfiffen hat.“ Auch Popsängerin Shakira trauerte und haderte mit der ihrer Ansicht nach unverdienten Niederlage.