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Dahlmeier macht weiter
"In mir brennt wieder das Feuer"

Die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier wird die Skier nicht an den Nagel hängen. Sie verspürt neue Motivation.
Die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier wird die Skier nicht an den Nagel hängen. Sie verspürt neue Motivation. FOTO: dpa / Michael Kappeler
München. Laura Dahlmeier hat Gedankenspiele um ihr Karriereende mit nur 24 Jahren zu den Akten gelegt.

Ein Karriereende mit erst 24 Jahren schien nicht ausgeschlossen – doch nun hat Biathlon-Königin Laura Dahlmeier alle Spekulationen über ihre Zukunft beendet und sich gewohnt angriffslustig gezeigt. „In mir brennt wieder das Feuer. Der Drang und die Lust zu trainieren, sind wieder da. Mir ist klar geworden, dass ich auf alle Fälle für das Biathlon bereit bin. Ich bin aktuell supermotiviert“, sagte Dahlmeier nach einer monatelangen Pause im Interview mit dem Münchner Merkur.

Die siebenmalige Weltmeisterin aus Garmisch-Partenkirchen hatte sich im Februar bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang mit zwei Goldmedaillen einen Traum erfüllt. Danach war lange Zeit nicht klar, ob Dahlmeier weitermacht. Sie habe „zwischenzeitlich diesen Abstand gebraucht. Ich habe mir Zeit gegönnt, um wieder Ziele zu finden. Ich habe mir auch Gedanken gemacht über meine Zukunft und wie es mit mir weitergeht. Das ist aber auch ganz normal, wenn man immer in diesem Zirkus drin ist“, sagte sie.

Aber in ihrer Pause habe sie festgestellt, „dass ich noch bereit bin, jeden Tag alles zu geben, dass ich Spaß am Biathlon habe, dass ich gesund bin. In meiner Auszeit habe ich mir dann ganz klar die Frage gestellt: Sind diese drei Gegebenheiten erfüllt? Ich habe mir schließlich gesagt: Ja, das passt alles.“



Ob sie auch noch bei den nächsten Winterspielen 2022 in Peking dabei sein wird, ließ Dahlmeier offen: „Ich denke noch nicht so weit. Ich habe keine langfristigen Pläne. Ich bin aktuell motiviert. Das ist mir momentan vor allem wichtig.“ Dass die Messlatte auch im kommenden Winter „extrem hoch“ liegt, weiß Dahlmeier. Sie würde „gerne an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Ich möchte voll angreifen und so weit wie möglich vorn mit dabei sein.“

Nach der vergangenen Saison hatte sich Dahlmeier zurückgezogen. Sie sei „lieber in die Berge gegangen, viel mit dem Radl gefahren. Ich hab‘ mir Zeit gelassen“, sagte sie. Im Gegensatz zu früheren Jahren war Dahlmeier auch nicht am 1. Mai, sondern erst Anfang Juni ins Training eingestiegen. Das Wichtigste sei, „dass der Kopf wieder dabei ist. Anfang Mai wäre das nicht der Fall gewesen“.

„Traurig“ mache sie allerdings der ganze Wirbel an der Spitze des Weltverbandes IBU. „Jetzt ist es sehr wichtig, dass alles gründlich aufgedeckt wird und dass die notwendigen Konsequenzen gezogen werden“, forderte Dahlmeier. Sie könne das ganze Ausmaß „gar nicht glauben. Wenn wirklich Dopingproben vertuscht worden sind, müsste ich sofort meine Ski und mein Gewehr an den Nagel hängen und mir sagen: ‚Laura, lass es gut sein‘.“