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Vor Formel-1-Rennen in Austin
Hülkenberg und Renault von Anspruch weit entfernt

Nico Hülkenberg ist mit sich und seinem Team nicht zufrieden.
Nico Hülkenberg ist mit sich und seinem Team nicht zufrieden. FOTO: dpa / Wong Maye-E
Austin. Die Spitze in der Formel 1 ist 2018 nicht erreichbar. sid

Nein, zum Konzert von Britney Spears am Sonntag nach dem Rennen an der Strecke in Austin wird Nico Hülkenberg eher nicht hinstürmen. Zwar habe er sie früher durchaus „ein bisschen“ gehört – aber die Blüte des Popsternchens sei schließlich vorbei.

Früher stand Spears ganz oben. Und da will Hülkenberg in der Formel 1 auch hin. Immer noch. Allerdings versinkt der 31-Jährige mit Renault derzeit mehr und mehr im Mittelmaß. „Wir stehen, wo wir stehen“, sagt Hülkenberg vor dem Großen Preis der USA an diesem Sonntag (20.10 Uhr/RTL), und sein Blick verrät, dass er mit Platz neun in der Fahrerwertung und Platz vier in der Konstrukteurs-Rangliste so gar nicht einverstanden ist.

Die Hoffnungen waren groß, als Renault Hülkenberg 2017 zum Werksteam holte. Der Emmericher sollte die Franzosen wieder an die Spitze führen, die beiden WM-Titel mit Fernando Alonso 2005 und 2006 waren und sind der Maßstab. Die interne Vorgabe: Bis 2020 muss um die Krone der Königsklasse gekämpft werden. Doch davon ist das Team weiter entfernt denn je.



„Insgesamt muss man festhalten, dass einfach zu wenig gelaufen ist bei uns“, sagt Hülkenberg. Sein latenter Vorwurf: Die Konkurrenz habe sich schneller und besser entwickelt. Und so ist der Frust groß bei Hülkenberg, weil er sich immer wieder von der „ärmeren“ Konkurrenz von Sauber, Haas oder Racing Point Force India ärgern lassen muss. Eigentlich war der Plan, den Abstand auf Mercedes und Ferrari zu verkürzen. Aber noch immer hat Hülkenberg keinen Podestplatz eingefahren. „Wir sind unserem Anspruch nicht gerecht geworden“, sagt er.

Die Verzweiflung ist groß bei Renault. Doch Hülkenberg bemüht sich, das Team zusammenzuhalten. „Wir müssen einige Dinge verstehen und positiv in diese Herausforderung gehen“, sagt er. Nächstes Jahr soll dann alles besser werden. Seine Blütezeit soll noch kommen.