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Tennis
Halep bleibt die Nummer eins, Del Potro weint

Nach drei Operationen dachte Juan Martin del Potro ans Aufhören. Jetzt steht er in Paris im Halbfinale.
Nach drei Operationen dachte Juan Martin del Potro ans Aufhören. Jetzt steht er in Paris im Halbfinale. FOTO: dpa / Thibault Camus
Paris. Rumänin trifft im Finale der French Open auf Stephens. Rekordsieger Nadal bekommt „Hilfe von oben“.

Simona Halep hat sich einen Tag nach dem French-Open-Erfolg über Angelique Kerber die nächste Chance auf ihren ersten Grand-Slam-Titel erarbeitet. Die Weltranglisten-Erste aus Rumänin zog mit dem 6:1, 6:4 über Wimbledonsiegerin Garbiñe Muguruza zum dritten Mal ins Finale von Paris ein. Dort wartet am Samstag US-Open-Siegerin Sloane Stephens, die das amerikanische Duell gegen die letztjährige US-Open-Finalistin Madison Keys 6:4, 6:4 gewann. Stephens profitierte wie Halep von zu vielen Fehlern ihrer Gegnerin.

Halep bleibt damit nach dem Turnier die Nummer eins der Welt. Nach den Niederlagen in Paris 2014 und 2017 hat sie auch das Australian-Open-Endspiel in diesem Jahr verloren. „Ich bin glücklich, hier wieder in einem Finale zu sein und werde es hoffentlich besser machen als im vorigen Jahr“, sagte Halep. Damals war sie der Lettin Jelena Ostapenko im Endspiel nach einer 6:4, 3:0-Führung noch unterlegen.

French-Open-Rekordsieger Rafael Nadal erreichte zuvor nach der willkommenen Hilfe von oben doch noch das Herren-Halbfinale. Der zehnmalige Champion gewann das am Mittwochabend wegen Regens abgebrochene Match gegen Diego Schwartzman gestern 4:6, 6:3, 6:2, 6:2. Nadal trifft heute auf Schwartzmans argentinischen Landsmann Juan Martin del Potro, der Australian-Open-Finalisten Marin Cilic aus Kroatien in der Fortsetzung 7:6 (7:5), 5:7, 6:3, 7:5 schlug. Das andere Halbfinale bestreiten Dominic Thiem (Österreich) und Außenseiter Marco Cecchinato (Italien).



Del Potro weinte nach seinem Sieg, mit dem er nach neun Jahren ins Semifinale im Stade Roland Garros zurückkehrt. „Ich habe keine Worte, um diesen Moment zu beschreiben“, sagte der 29-Jährige Argentinier. Nach drei Operationen am linken Handgelenk hatte der einstige US-Open-Sieger ans Aufhören gedacht. Nadal erwartet ein weiteres schweres Match, nachdem er gegen den nur 1,70 Meter großen Weltranglisten-Zwölften Schwartzman schon 3:42 Stunden lang arbeiten musste. Vor der Regenpause hatte er erstmals nach 37 gewonnenen Sätzen im Stade Roland Garros dort wieder einen Durchgang verloren.