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Europa League
Bayer und Eintracht siegen auswärts

Marseille. Europa League: Frankfurt 2:1 in Marseille, Leverkusen 3:2 in Rasgrad. Leipzig verliert 2:3. sid

Spätes Siegtor in gespenstischer Atmosphäre: Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat in der Fußball-Europa-League überraschend einen Auftakt nach Maß erwischt. Im Geisterspiel bei Vorjahresfinalist Olympique Marseille siegten die Hessen am gestrigen Donnerstagabend in Unterzahl mit 2:1 (0:1). Luka Jovic (89.) erzielte den späten Siegtreffer, nachdem Lucas Torro (53.) die Marseiller Führung von Lucas Ocampos (3.) ausgeglichen und Frankfurts Jetro Willems (59.) Gelb-Rot gesehen hatte. Wegen Verfehlungen der OM-Fans in der letzten Saison fand die Partie vor leeren Rängen statt. Dazu wurde ein Aufenthaltsverbot für Frankfurt-Fans im gesamten Stadtgebiet verhängt, um Zusammenstöße beider Fangruppen zu vermeiden.

Bayer Leverkusen hat durch Jung-Nationalspieler Kai Havertz mitten in der Krise einen Sieg der Moral gefeiert. Der 19-Jährige war mit zwei Toren der überragende Mann beim 3:2 (1:2)-Sieg der Werks­elf beim bulgarischen Serienmeister Ludogorez Rasgrad. Havertz leitete nach dem frühen 0:2-Rückstand die Aufholjagd ein (38.) und erzielte nach dem Ausgleich von Neuzugang Isaac Kiese Thelin (64.) auch das Siegtor (69.).

RB Leipzig legte nach der erfolgreichen Qualifikation dagegen im heimischen Stadion einen Fehlstart in der Gruppenphase der Europa League hin. Der Bundesligist verlor den Bruderkampf gegen Red Bull Salzburg mit 2:3 (0:2). Der eingewechselte Fredrik Gulbrandsen (89.) erzielte kurz vor Schluss den Siegtreffer der Gäste, nachdem die Leipziger Konrad Laimer (70.) und Yussuf Poulsen (82.) zunächst einen 0:2-Rückstand egalisiert hatten. Munas Dabbur (20.) und Amadou Haidara (22.) hatten die Österreicher in der ersten Hälfte in Führung geschossen. Leipzig kämpfte nach dem 0:2 im zweiten Durchgang mit viel Moral, am Ende aber vergeblich.



Das Überraschungsteam F91 Dudelange verkaufte sich bei der 0:1-Heimniederlage gegen den AC Mailand teuer. Vor 8000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Josy Barthel in Luxemburg traf Argentiniens Starstürmer Gonzalo Higuain nach gut einer Stunde zum Sieg für die Italiener.