| 23:11 Uhr

Roten Teufel verlieren
Rückschlag für den FCK: 0:2-Heimpleite gegen Cottbus

Mit einem Sieg hätte Kaiserslautern die Konkurrenz im Aufstiegskampf unter Druck setzen können Doch Trainer Michael Frontzeck musste mitansehen, wie seine Elf ihre wenigen Chancen gegen Cottbus kläglich vergab.
Mit einem Sieg hätte Kaiserslautern die Konkurrenz im Aufstiegskampf unter Druck setzen können Doch Trainer Michael Frontzeck musste mitansehen, wie seine Elf ihre wenigen Chancen gegen Cottbus kläglich vergab. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Kaiserslautern. 3. Fußball-Bundesliga: Kaiserslautern beißt sich am Cottbusser Abwehrriegel zuerst die Zähne aus – und wird dann ausgekontert.

Chance vertan! Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern muss einen überraschenden Rückschlag im Aufstiegsrennen verdauen. Die Pfälzer unterlagen am Freitagabend auf dem Betzenberg dem FC Energie Cottbus mit 0:2 (0:0) und verpassten den vorübergehenden Sprung auf Relegationsplatz drei. Gleich die erste Chance der Cottbuser nutzte Kapitän Marc Stein zum Führungstreffer. Der eingewechselte Lasse Schlüter sorgte nach einem Konter für die Entscheidung.

FCK-Trainer Michael Frontzeck änderte die Startelf seiner Mannschaft gegenüber dem 2:1-Sieg beim VfR Aalen auf zwei Positionen: Gino Fechner und Christian Kühlwetter spielten für Julius Biada und Christoph Hemlein. Doch schon früh zeichnete sich für Lautern vor 24 005 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion ein Geduldspiel gegen defensive Gäste ab. Am Cottbuser Abwehrriegel, der häufig aus neun Feldspielern bestand, bissen sich die Roten Teufel die Zähne aus. In den nur seltenen Momenten, in den sich Lücken auftaten, fehlten dann die zündenden Ideen oder die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Ein Freistoß von Theodor Bergmann landete in den Armen von Energie-Torwart Avdo Spahic (6.) und ein vielversprechender Angriff über Hendrick Zuck (30.) wurde schlampig zu Ende gespielt. Viel mehr Chancen hatte der FCK im ersten Durchgang nicht. Doch auch die Gäste aus der Lausitz blieben im Angriff blass. Das änderte sich aber nach dem Seitenwechsel. Nach einem Freistoß traf Energie-Kapitän Marc Stein per Kopf zum 1:0 für Cottbus (47.) Der FCK kam erst Mitte der zweiten Hälfte wieder stärker auf. Ihre größte Chance vergaben die Roten Teufel eine Viertelstunde vor dem Ende. Spahic parierte zuerst gegen Kühlwetter, den Nachschuss brachten Thiele und Elias Huth nicht im Tor unter (74.). Cottbus lauerte auf Konter – und hatte Erfolg. Lasse Schlüter tauchte in der 76. Minute frei vor FCK-Torwart Wolfgang Hesl auf – und vollstreckte eiskalt zum entscheidenden 2:0.

Nach zuvor nur einer Niederlage in neun Ligaspielen verpasste die Elf von Trainer Michael Frontzeck die Chance, die Konkurrenz an der Tabellenspitze unter Druck zu setzen.



„Wir wussten, dass das heute ein kompliziertes Spiel wird. Cottbus war diszipliniert und hat gut gegen den Ball gearbeitet. Aber wir haben hier 75 Prozent Ballbesitz. Es ist mir zu wenig, was dafür am Ende bei uns rumkommt“, haderte Frontzeck. Auch dass seine Elf nach dem Montagsspiel in Aalen nur eine kurze Pause hatte, wollte der Trainer nicht als Ausrede gelten lassen.