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Deutschland Cup im Eishockey
Der nächste Bundestrainer muss deutsch sprechen

Krefeld. Eishockey: Reindl nennt Details für Sturm-Nachfolge. dpa

Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), will auch in Zukunft einen deutschen Bundestrainer haben und schließt einen Vereinstrainer mit Doppelfunktion aus. „Das kann man nicht nebenbei machen. Für die Nationalmannschaft braucht man ein Gesicht, ein Aushängeschild“, sagte der Chef des DEB am gestrigen Mittwoch.

Vor dem Beginn des Deutschland Cups vom heutigen Donnerstag bis Sonntag in Krefeld nannte der DEB erstmals Details zur Suche eines Nachfolgers für den scheidenden Bundestrainer Marco Sturm. Der 40-Jährige wechselt nach dem Vier-Nationen-Turnier als Assistenzcoach zu den Los Angeles Kings in die nordamerikanische Profiliga NHL und erfüllt sich damit einen „Lebenstraum“, wie er sagte.

Ein aktuell unter Vertrag stehender Trainer käme für Reindl höchstens als Übergangslösung infrage: „Das will ich dann nicht ausschließen.“ Kandidaten dafür wären etwa Pavel Gross (Adler Mannheim), Harold Kreis (Düsseldorf) oder Ex-Bundestrainer Uwe Krupp (Sparta Prag).



Am Rande des Deutschland Cups soll im DEB-Präsidium gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Eishockey Liga (DEL) das weitere Vorgehen bei der Trainersuche abgestimmt werden. „Bis zum Wochenende haben wir einen Plan“, kündigte Reindl an. Klar ist aber schon, dass weiterhin ein deutscher Coach favorisiert wird. „Der deutsche Nationaltrainer muss deutsch sprechen. Das ist für mich klar“, sagte Reindl. Auch Sturm empfahl genau dies: „Ich kann nur das Feedback geben, dass meine Spieler es sehr genossen haben, dass wieder deutsch gesprochen wurde.“

Der Olympiazweite Deutschland startet am heutigen Donnerstag gegen Olympiasieger Russland (19 Uhr) in das Turnier. Weitere Gegner sind die Schweiz am Samstag (13.30 Uhr) und am Sonntag die Slowakei (14.30 Uhr). Alle Spiele werden bei Sport1 live übertragen.