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Fußball-WM in Russland
Belgien ist noch lange nicht fertig

Kasan. Belgiens Kevin De Bruyne versetzte ein ganzes Land in Ekstase. Doch in die Jubelstürme daheim wollte der „Manager“ der „Goldenen Generation“ nicht einstimmen. „Wir sind noch nicht fertig“, sagte der frühere Bundesliga-Profi nach dem historischen 2:1 (2:0) der Roten Teufel am Freitagabend im WM-Viertelfinale gegen Rekordweltmeister Brasilien: „Wir wollen ins Endspiel, in das Spiel, auf das die ganze Welt schaut.“ Im Halbfinale trifft Belgien am Dienstag auf Nachbar Frankreich (20 Uhr).

Der überragende ehemalige Bremer und Wolfsburger stand im Zentrum eines atemberaubenden Konterfußballs. Nach drei Spielen im defensiven Mittelfeld brillierte der 27-Jährige von Manchester United auf seiner Lieblingsposition hinter den Spitzen. Er orchestrierte das überfallartige Umschaltspiel mit Eden Hazard und Romelu Lukaku, stieß aber auch immer wieder in die vorderste Linie vor und entschied das Spiel mit einem Traumtor (31.).“Es ist mir egal, wo ich spiele“, sagte De Bruyne, „ich habe getan, was ich tun musste.“ Mit seiner Erfahrung von 283 Liga-, 50 Europapokal- und 66 Länderspielen sieht er sich als Anführer der goldenen Generation. 

Brasiliens Superstar Neymar enttäuschte erneut und wurde danach von aller Welt verspottet. Im Anschluss erklärte er, es sei „gerade schwer, die Kraft zu finden, um wieder Fußball spielen zu wollen“.