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Deutsche ist enttäuscht
Kerber möchte Trainerdiskussion verhindern

Wimbledon. Der Schmerz saß tief bei Angelique Kerber. Nach ihrem bitteren Zweitrunden-Aus in Wimbledon möchte sie jetzt genau wie der ebenso gescheiterte Alexander Zverev „irgendwo abtauchen, wo man mich hoffentlich nicht findet“. sid

Die entthronte Wimbledonsiegerin von 2018 fällt jetzt zum ersten Mal seit einem Jahr aus den Top Zehn der Welt. Trotzdem war die Kielerin nach der überraschenden Dreisatz-Niederlage gegen Lauren Davis (USA) spürbar bemüht, eine mögliche Trainerdiskussion um ihren Coach Rainer Schüttler im Keim zu ersticken. Seit Ende 2018 arbeitet sie mit Schüttler – und die Bilanz fällt äußerst durchwachsen aus. „Momentan bin ich nicht wirklich zufrieden. Aber wenn ich auf das ganze halbe Jahr schaue, gab es gute und einige nicht so gute Momente“, sagte Kerber. Jetzt gehen die Hoffnungen in Richtung US Open und Hartplatz-Saison.

Titelverteidiger Novak Djokovic hat indes am Freitagabend zum zwölften Mal das Achtelfinale erreicht und damit zu Boris Becker aufgeschlossen. Der Serbe kassierte beim 7:5, 6:7 (5:7), 6:1, 6:4 gegen den Polen Hubert Hurkacz in seinem dritten diesjährigen Auftritt den ersten Satzverlust. Mehr als zwölf Achtelfinal-Teilnahmen schafften in der Geschichte des Profitennis seit 1968 beim bedeutendsten Rasenturnier nur Jimmy Connors und Roger Federer (je 16). Vorjahresfinalist Kevin Anderson schied dagegen überraschend bereits in der dritten Runde aus. Der Südafrikaner unterlag dem an Nummer 26 gesetzten Guido Pella (Argentinien) 4:6, 3:6, 6:7 (4:7).