| 22:11 Uhr

Tennis
Anderson gewinnt Halbfinaldrama gegen Isner

London. Der Südafrikaner Kevin Anderson ist in Wimbledon nach dem drittlängsten Match der Tennis-Geschichte zum zweiten Mal in ein Grand-Slam-Finale eingezogen. Der 32-Jährige setzte sich am Freitag in einem dramatischen Spiel gegen den US-Aufschlagriesen John Isner nach 6:36 Stunden mit 7:6 (8:6), 6:7 (5:7), 6:7 (9:11), 6:4, 26:24 durch.

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wenn man unter diesen Bedingungen ein so langes Match spielt, dann fühlt sich das an wie ein Unentschieden. Aber es musste heute einen Sieger geben“, sagte der Bezwinger von Titelverteidiger Roger Federer: „John ist ein toller Typ, ich will mir gar nicht vorstellen, wie sich diese Niederlage anfühlen muss.“

Gegen Anderson hatte Isner im dritten Satz nach zuvor 110 gewonnenen Aufschlagspielen in Serie erstmals ein Break kassiert, gleich im Anschluss jedoch auch Anderson dessen Service abgenommen. Im dritten Durchgang wiederholte sich diese Situation, doch durch das dritte Break sicherte sich Anderson letztlich den Satz. Am Ende kam der 2,08 Meter große Isner auf 53 Asse, sein 2,03 Meter großes Gegenüber auf deren 49. Alleine der fünfte Satz dauerte 2:55 Stunden. Im zweiten Halbfinale kam es am späten Abend noch zum Klassiker zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal (bei Redaktionsschluss nicht beendet).