| 23:06 Uhr

Spitzenreiter eine Nummer zu groß

 Ein starker Gegner stellte sich mit der HSG Worms gestern Abend in der Westpfalzhalle vor – am Ende war er eine Nummer zu groß für die VTZ Zweibrücken-Saarpfalz. Hier versucht VTZ-Spieler Tomas Kraucevicius zum Erfolg zu kommen. Foto: Schwarz
Ein starker Gegner stellte sich mit der HSG Worms gestern Abend in der Westpfalzhalle vor – am Ende war er eine Nummer zu groß für die VTZ Zweibrücken-Saarpfalz. Hier versucht VTZ-Spieler Tomas Kraucevicius zum Erfolg zu kommen. Foto: Schwarz FOTO: Schwarz
Zweibrücken. Lange Zeit hielt die VTZ Zweibrücken-Saarpfalz gegen das Spitzenteam der HSG Worms gut mit. Doch nach einer überzogenen Roten Karte zogen die Gäste am Sonntagabend endgültig davon. Zuvor hatte die VTZ zu viele gute Chancen liegen lassen. jad

Nichts wurde es aus der erhofften Sensation: Die Handballer der VTZ Zweibrücken-Saarpfalz mussten sich am Sonntagabend nach einer guten Vorstellung der Oberliga-Spitzenreiter aus Worms mit 26:29 (12:13) geschlagen geben. Vor allem am guten Torhüter der Gäste Sascha Gieger bissen sich die Zweibrücker die Zähne aus. Eine unberechtigte Rote Karte gegen Wladislaw Kurotschkin Anfang der zweiten Halbzeit sollte der VTZ das Genick brechen. Auch die Rückkehr von Kapitän Philip Wiese nach mehrwöchiger Verletzungspause, sollte das Ruder nicht mehr rumreißen.

"Spitzenreiter, Spitzenreiter", feierten die zahlreich angereisten Gästefans ihre Mannschaft. Auf der anderen Seite sah man hingegen nur hängende Zweibrücker Köpfe. Zu sehr schmerzt die Niederlage gegen die HSG Worms, da man weiß, dass die Überraschung möglich war. Doch die hier und da fehlende Cleverness wurde von den Gästen zumeist eiskalt bestraft. "Wir haben alles versucht und alles geben. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen", äußerte sich ein bedröppelter VT-Trainer Danijel Grgic.

Dabei hatte die Partie für die VTZ sehr verheißungsvoll begonnen. Nach dem zwischenzeitlichen 1:2 für die HSG Worms, riss die VTZ das Ruder an sich. Beim Stand von 7:4 durch den guten Tomas Kraucevicius in der 17. Spielminute hatte man sich ein kleines Polster erarbeitet. Vor allem die Defensive der Rosenstädter verdiente sich Bestnoten. Im Angriff war es vor allem Mittelmann Martin Mokris, der sich in glänzender Spiellaune zeigte. Bis zum 11:9 durch Alexey Wetz in der 25. Spielminute hatte die VTZ weiterhin alles unter Kontrolle, musste sich aber den Vorwurf gefallen lassen, etwas zu nachlässig mit den eigenen Chancen umgegangen zu sein.



Dann aber wollte bei der VTZ in der Schlussphase der ersten Halbzeit nicht mehr wirklich viel gelingen, sodass die Gäste die Partie drehten und 30 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit mit 13:11 in Führung gehen sollten. Ein Treffer von Rechtsaußen Robin Sauer besorgte den 13:12-Halbzeitstand. "Die Abwehr war in der ersten Halbzeit gut. Allerdings hat uns im Angriff etwas die Durchschlagskraft gefehlt und natürlich haben wir einfach zu viel verschossen", fasste VT-Trainer Danijel Grgic die ersten 30 Spielminuten zusammen.

Die Partie blieb eng. Wladislaw Kurotschkin erzielte mit seinem zweiten Treffer den Anschlusstreffer zum 15:16 - und sollte dann wenig später sich das Geschehen nur noch von der Tribüne aus anschauen. Nach einem versuchten Block gegen den sehr agilen Jörn Christmann, gab das teilweise sehr überforderte Schiedsrichtergespann Kurotschkin eine völlig überzogene Rote Karte. Die sollte die Partie endgültig zugunsten der Gäste entscheiden. Die VTZ kämpfte verbissen und mit tollem Einsatz, sollte aber den Gästen aber nicht mehr wirklich gefährlich werden. Die Rosenstädter kamen zwar immer wieder dran, sollten sich aber am Anschluss einfache Fehler erlauben, die das Spitzenteam der HSG Worms stets zu nutzen wusste. Die VTZ verlor am Ende nach tollem Kampf vor etwas mehr als 400 Zuschauern mit 26:29.

VTZ: Philipp Serr, Yannic Klöckner im Tor; Martin Mokris 9/3, Alexey Wetz 4, Tomas Kraucevicius 4, Kevin Hauck 2, Wladislaw Kurotschkin 2, Philip Wiese 2, Robin Sauer 1, Maximilian Hartz 1, Moritz Baumgart 1, Dominik Rifel, Hendrik Rolshausen, Philip Mägel.