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Ski alpin: Riesch verliert beim Super-G nicht viel auf Vonn

Cortina d'Ampezzo. Nur fünf Hundertstelsekunden fehlten zum Doppel-Coup von Cortina, dennoch durfte sich Maria Riesch (Foto: dpa) nach dem zweiten Super-G-Platz hinter Lindsey Vonn als Gewinnerin eines "Super-Wochenendes" fühlen

Cortina d'Ampezzo. Nur fünf Hundertstelsekunden fehlten zum Doppel-Coup von Cortina, dennoch durfte sich Maria Riesch (Foto: dpa) nach dem zweiten Super-G-Platz hinter Lindsey Vonn als Gewinnerin eines "Super-Wochenendes" fühlen. Mit dem Abfahrtssieg am Samstag wehrte die Doppel-Olympiasiegerin den Angriff ihrer amerikanischen Rivalin bravourös ab und verteidigte die Führung im Gesamtweltcup. "Ich habe jetzt den Vorteil bei mir", sagte die Partenkirchenerin mit Blick auf die zweite Saisonhälfte. "Das gibt mir viel Selbstvertrauen, dass ich die Lindsey auch in den Speeddisziplinen schlagen kann."Schwer angesäuert war Vonn nach dem dritten Rang in der Schussfahrt durch den Zielraum gerauscht und wegen einer Knieblessur auch nicht bei der abendlichen Siegerehrung auf der Piazza Venezia erschienen. Erst nach ihrem sechsten Saisonsieg, bei dem Viktoria Rebensburg als Achte mit Super-G-Bestleistung überzeugte, hatte Vonn am Sonntag trotz der Blessur ihr Lächeln wiedergefunden. "Das war die richtige Antwort nach gestern", betonte die dreimalige Gesamtweltcup- Siegerin, die erst nach kurzem Zögern den 145-Punkte-Vorsprung ihrer deutschen Freundin einordnete: "Maria ist die große Favoritin."

Ein Herzschlagfinale dürfte den beiden absolut dominierenden Fahrerinnen während der WM im Medaillenkampf und nach den Titelkämpfen auch im Kampf um die große Kristallkugel bevorstehen. Bislang machte sich Vonn stets die Schwäche Rieschs in deren selbst erklärter "Problem-Disziplin" zunutze.

"Im Vergleich zu den letzten Jahren läuft meine Super-G-Saison sensationell", freute sich jetzt die Partenkirchenerin. dpa