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Olympische Spiele
Skandal um Rio: Auch Fredericks wird angeklagt

Paris. (sid) Es wird eng für Frankie Fredericks. Wegen „passiver Korruption und Geldwäsche“ wird der ehemalige Leichtathletik-Star im Zuge des Skandals um die Vergabe der Olympischen Spiele 2016 nach Rio de Janeiro von einem Pariser Gericht angeklagt. Zuvor war der Namibier zu den Vorwürfen befragt worden. Fredericks, seit 2012 Mitglied des internationalen Olympischen Komitees, beteuert seine Unschuld. Zuletzt war bereits Carlos Arthur Nuzman, der ehemalige Präsident des brasilianischen Olympia-Komitees COB, im Zuge des Korruptionsskandals um einen möglichen Stimmenkauf für Rio und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung offiziell angeklagt worden.

(sid) Es wird eng für Frankie Fredericks. Wegen „passiver Korruption und Geldwäsche“ wird der ehemalige Leichtathletik-Star im Zuge des Skandals um die Vergabe der Olympischen Spiele 2016 nach Rio de Janeiro von einem Pariser Gericht angeklagt. Zuvor war der Namibier zu den Vorwürfen befragt worden. Fredericks, seit 2012 Mitglied des internationalen Olympischen Komitees, beteuert seine Unschuld. Zuletzt war bereits Carlos Arthur Nuzman, der ehemalige Präsident des brasilianischen Olympia-Komitees COB, im Zuge des Korruptionsskandals um einen möglichen Stimmenkauf für Rio und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung offiziell angeklagt worden.

Im Fall von Fredericks geht es eigentlich um die Ermittlungen gegen Lamine Diack, den ehemaligen Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, und seinen Sohn Papa Massata Diack. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Zahlung von mindestens zwei Millionen Dollar an Papa Massata Diack. Dieser soll vor der Olympiavergabe im Oktober 2009 mit dem Geld weitere Stimmberechtigte aus Afrika auf die Seite Rios gezogen haben.

Fredericks wird vorgeworfen, in eine mögliche Bestechung verwickelt gewesen zu sein. Unmittelbar vor der Vergabe an Rio erhielt der 200-Meter-Weltmeister von Stuttgart 1993 eine Zahlung in Höhe von rund 283 000 Euro von Diacks Sohn Papa Massata, das Geld floss auf seine Firma Yemi Limited auf den Seychellen. Diack senior steht in Paris unter Hausarrest, Ermittlungen wegen Korruption und Geldwäsche laufen. Sein Sohn wird mit internationalem Haftbefehl gesucht, er verlässt seine Heimat Senegal derzeit nicht.