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Sforza bringt sich in Stellung

Kaiserslautern. Der 1. FC Kaiserslautern steht mehr und mehr mit dem Rücken zur Wand. Sportdirektor Uwe Stöver bleibt noch ruhig, Trainer Tayfun Korkut erhält Rückendeckung. Trotzdem macht Ex-Profi Ciriaco Sforza auf sich aufmerksam. red

Es war nicht wirklich zu erwarten gewesen, dass der 1. FC Kaiserslautern im Montagspiel der 2. Fußball-Bundesliga etwas Zählbares aus Braunschweig mitbringen würde - und so war es auch gekommen. Das 0:1 war als Ergebnis zumindest erwähnenswert, da viele Fans eher ein Debakel bei der Eintracht erwartet hatten.

Der Trainer steht noch nicht zur Debatte bei den Pfälzern. "Wir haben Vertrauen zu Tayfun Korkut", sagt Sportdirektor Uwe Stöver. Er nimmt die Mannschaft in die Pflicht: "Wir müssen mehr investieren und mit mehr Hingabe spielen. Wir sind in Braunschweig 120 Kilometer gelaufen, der Gegner 113. Aber wir haben verloren und offensiv nicht stattgefunden."

Am Montagabend ist der VfL Bochum zu Gast auf dem Betzenberg. Eine Partie, die für Korkut entscheidend werden könnte. Das ahnen wohl auch potenzielle Nachfolger des Deutsch-Türken. Sicherheitshalber bringt sich schon einmal ein altgedienter Lauterer in Stellung: Ciriaco Sforza. "Wenn Herr Stöver davon überzeugt ist, sich mit mir zu beschäftigen, dann bin ich sicher bereit, mich mit ihm und den Verantwortlichen an einen Tisch zu setzen und zu reden", sagt Sforza "sport1". Bei "Sky Sport News HD" ergänzt er: "Ich habe als Spieler Erfolg gehabt beim FCK, ich hatte immer und habe auch jetzt noch ein Herz für diesen Verein. Jetzt bin ich Trainer, momentan arbeitslos, und wenn's so wäre und man mich fragen würde - ich glaube ich könnte nicht Nein sagen."



Sforza spielte insgesamt drei Mal in Kaiserslautern : Von 1993 bis 1995, von 1997 bis 2000 und von 2002 bis 2006. Der größte Erfolg als FCK-Kapitän war, als er 1998 als FCK-Kapitän mit den Roten Teufeln als Aufsteiger Meister wurde. Doch zum Schluss ging er in Unfrieden. Ich bin zwei Mal zum Betzenberg zurückgekehrt und hatte wirklich schöne Erlebnisse dort. Teilweise wurde ich aber in gewisse Schubladen gesteckt, in die ich gar nicht reingehörte, aber das war vor 21 Jahren, sagt Sforza.

Aber noch ist es die Aufgabe von Tayfun Korkut, ein Team vorzubereiten, das gegen Bochum bestehen und bestenfalls gewinnen kann.