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Basketball-Bundesliga
Bamberg verwandelt den ersten Matchball

Bamberg. (sid) Kaum war die Schlusssirene ertönt in der Frankenhölle, erhielt Erfolgstrainer Andrea Trinchieri unter dem tosenden Jubel der Zuschauer die erste Bierdusche. Eine Meisterfeier ist nichts Neues für Brose Bamberg, doch auch der neunte Titel wurde gefeiert, als sei es der erste für die Übermannschaft im deutschen Basketball.

Flugs waren nach dem sogenannten „sweep“ gegen die EWE Baskets Oldenburg die T-Shirts übergestreift mit der „9“ auf dem Rücken und den Namen derer, die den dritten Titel nacheinander, den siebten seit 2010 und eben den neunten insgesamt geholt hatten. Der Sieg zum Endstand von 3:0 in der Finalserie fiel mit 76:58 (39:34) am Ende deutlich aus. Nur 2014 hatte der FC Bayern die Herrschaft der Bamberger unterbrochen.

Zur Bestätigung seiner Dominanz sicherte sich Bamberg, das den FC Bayern im Halbfinale (3:0) ausgeschaltet hatte, zudem zum vierten Mal nach 2010, 2011 und 2012 das Double. Die ersten drei Erfolge waren noch unter dem heutigen Bundestrainer Chris Fleming gelungen. Dessen Ära endete vor drei Jahren, der seitdem amtierende Italiener Andrea Trinchieri wird seinen bis 2018 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2019 plus Option für 2020 verlängern. „Von den drei Siegen ist das der süßeste. Ich habe eine großartige Gruppe von Spielern“, meinte der stolze Bamberger Erfolgscoach. „Ich bin so glücklich über das, was wir mit diesem Team erreicht haben. Wir wollten den Titel in Bamberg behalten, das haben wir geschafft“, meinte Brose-Spielmacher Fabian Caseur, der zum wertvollsten Spieler des Finals gekrönt wurde.