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Schmitt fliegt vorne mit

Oberstdorf. Die deutschen Skispringer sind für den Auftakt der 57. Vierschanzentournee in Oberstdorf gerüstet. Mit einem Sprung auf 132,5 Meter (137 Punkte) und Platz sechs in der Qualifikation unterstrich Martin Schmitt gestern vor 9000 Fans seine gute Form. Acht der 13 deutschen Starter schafften die Qualifikation für das heutige Auftaktspringen (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport) Von dpa-Mitarbeiter Lars Reinefeld

Oberstdorf. Die deutschen Skispringer sind für den Auftakt der 57. Vierschanzentournee in Oberstdorf gerüstet. Mit einem Sprung auf 132,5 Meter (137 Punkte) und Platz sechs in der Qualifikation unterstrich Martin Schmitt gestern vor 9000 Fans seine gute Form. Acht der 13 deutschen Starter schafften die Qualifikation für das heutige Auftaktspringen (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport). "Das war ein guter Tag für uns. Alle sind das gesprungen, was sie können", sagt Bundestrainer Werner Schuster. Schmitt ist selbstbewusst. "Meine Sprünge kommen auf einem hohen Niveau. Ich lasse mich nicht verrückt machen und gehe meinen Weg", sagt der 30-Jährige. Schuster traut dem Furtwangener viel zu: "Martin hat bewiesen, dass er zurück in der Weltspitze ist." Neben Schmitt überzeugten Stephan Hocke (128 Meter) als Zehnter, Michael Neumayer (128,5) als Elfter und Michael Uhrmann (126,5) auf Rang 13. "Ich war überrascht, dass es so weit ging. Es macht Riesenspaß vor dieser tollen Kulisse", sagt Hocke. Er meldete sich als feste Größe in der deutschen Mannschaft zurück und entlockte Schuster ein Extra-Lob: "Er hat einen Schritt nach vorne gemacht." Zum gelungenen Auftritt der Deutschen trugen Felix Schoft, Andreas Wank, Severin Freund und Julian Musiol bei, die sich ebenfalls qualifizierten. Heute sind dennoch alle Augen auf Schmitt gerichtet. Dass der viermalige Weltmeister bei seiner 14. Tournee-Teilnahme wieder zum Kreis der Favoriten zählt, freut Ex-Bundestrainer Wolfgang Steiert, der nun für die russische Mannschaft zuständig ist. Zur Rückkehr in die Weltspitze seines einstigen Schützlings, der 1998, 1999 und 2000 in Oberstdorf gewinnen konnte, sagt er: "Wenn er Glück mit Wind und Wetter hat, kann er vorne dabei sein." Heißeste Anwärter auf den Gesamtsieg sind aber andere. Der Schweizer Simon Ammann, der beim Sieg der Österreicher Wolfgang Loitzl (135 Meter/144 Punkte) und Thomas Morgenstern (135,5/143,5) Fünfter wurde (135/142), sagt selbstbewusst: "Ich würde Geld auf mich selbst setzen." Der drittplatzierte Österreicher Gregor Schlierenzauer (136/143,8) erklärt: "Ich weiß, dass ich Simon schlagen kann. Er springt nicht so gut, dass ich schlaflose Nächte hätte."